Respektlos und intolerant
03.07.2009 | 17:44 Uhr 2009-07-03T17:44:00+0200Kunst gefällt nicht jedem – nur darf es dabei nicht so weit kommen, dass Werke mutwillig zerstört werden, weil sie einem nicht in den Kram passen. Das ist respektlos, das ist intolerant.
Die Verfechter von Kunst im öffentlichen Raum müssen allerdings auch ein bisschen Vorsicht walten lassen. Gerade weil sich vor allem in Hattingen viele Menschen aufregen, sollten sie ihre Projekte besser erklären, sie sollten mehr aufklären. Denn gerade in dieser Zeit ist es den meisten Bürgern lieber, wenn pragmatisch investiert wird. Wenn Geld in Kinder- und Jugendarbeit gesteckt wird, in Schulen und Sportklubs.
Verständlich, denn es ist offensichtlich, dass es dort zurzeit am dringendsten benötigt wird. Das darf aber nicht heißen, dass für andere Dinge nichts übrig bleibt. Hier ist auch Verständnis von Kunst-Gegnern gefordert.
15:31
Ist Kunst nicht nochmal ne ganz andre Dimension zu privatem und öffentlichem Eigentum?
Vielleicht sind es gar nicht mal Werte, vielleicht ist es Hilflosigkeit.
Du wirst nicht ignoriert, nicht für voll, nicht ernst genommen, oder
Dir wird gesagt, das verstehste nicht.
Du merkst, reden hilft nix, es gibt nen paar leere
Worte als Beschwichtigung.
Die Jugend soll sich engagieren, aber immer
schön konform, und angepasst.
Und wenn was ist, hat se ja eh keine Lobby.
11:55
Ist es nicht ein generelles Problem unserer heutigen Gesellschaft?
Fremdes Eigentum wird nicht mehr geachtet, es herrscht Neid und nur die eigene Meinung zählt.
Wenn einem ein Kunstwerk nicht gefällt, wird es zerstört. Das scheint heute leider normal zu sein.
Ich persönlich finde es zwar auch eher zum Nasenrümpfen aber würde dank meiner Erziehung nie auf den Gedanken kommen, es deshalb zu zerstören. Geschmäcker sind halt verschieden.
Wenn wir nicht zusehen, dass wir wieder mehr Werte an unsere Jugend und Kinder vermitteln, geht unsere Gesellschaft den Bach runter...
12:22
Möglicherweise ist es eine Antwort auf die Respektlosigkeit mit welcher manche Vertreter der Bürger ihren Vertretenen begegnen. Den Menschen,
welche in der Stadt leben, welche die Stadt sind, ihnen wird etwas aufgenötigt, ohne Frage, ohne Erklärung.
08:40
Kunst hin Kunst her, im öffentlichen Raum gibt es und wird es immer Gegner geben die dann auch noch versuchen Kunst zu zerstören.
Wenn da nun mal Gelder fließen sollte man sie auch nutzen.
Nur die Bepflasterung in der Fußgängerzone lässt auch einiges zu wünschen übrig.
Es sind doch Wahlen, da kann man doch bestimmt auch noch mal eben ein paar hunderttausend Euro locker machen - oder?