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RAG-Beirat

Regina van Dinther will aufklären und sich erklären

31.01.2010 | 13:43 Uhr
Regina van Dinther will aufklären und sich erklären

Hattingen. Regina van Dinther (CDU) rechtfertigt ihre Bezüge als Vorsitzende des RAG-Regionalbeirats. "Wer nur die reine Sitzungszeit sieht, greift zu kurz", erklärte die aus Hattingen stammende Landtagspräsidentin. "Und ich bin auch nicht käuflich".

Für ihren Job als Landtagspräsidentin bekommt Regina van Dinther jährlich 160.000 Euro. Die Gegenleistung: viel Arbeit. Zusätzliche Bezüge in Höhe von 30.000 Euro haben die Hattingerin jetzt in Erklärungsnot gebracht. Die hat sie als Leiterin von drei Sitzungen des RAG-Regionalbeirats in 2008 bezogen. Viel Geld für wenig Arbeit?

Landtagspräsidentin Regina van Dinther bei einem CDU-Neujahrstreffen in Gelsenkirchen. Foto: Caroline Seidel / WAZ FotoPool

„Wer nur die reine Sitzungszeit sieht, greift zu kurz”, sagte Regina van Dinther am Freitag auf Nachfrage der Hattinger Zeitung. Es gebe Vor- und Nachbesprechungen. Sie besichtige Bergwerke, Halden. Überhaupt: „Ich mache seit 20 Jahren Ruhrgebietspolitik und sammle ständig Erfahrungen, die in die Beiratsarbeit einfließen.” Gründe genug, um die Höhe der Summe zu vermitteln? Regina van Dinther: „Ich werde es zumindest genau so erklären, wenn ich auf der Straße danach gefragt werde.”

Sie will wissen, ob ihr Befangenheit vorzuwerfen ist

Wobei die 51-jährige Landtagspräsidentin nicht nur erklären will, sondern zunächst noch unabhängig geklärt haben möchte: Ist ihr durch den RAG-Job Befangenheit vorzuwerfen? Weichen die Regelungen für Nebentätigkeiten in NRW von denen anderer Länder ab? Das soll geprüft, begutachtet und vor den Beratungen im Landtag dem Bund der Steuerzahler vorgelegt werden. Sie sei sicher, dass alles legal war, habe die Annahme der Bezüge, die für 2009 noch nicht ausgezahlt wurden, aber bis zur Vorlage des Gutachtens ausgesetzt. „Und ich bin auch nicht käuflich”, nimmt van Dinther den nächsten Vorwurf vorweg. „Ich stimme stets mit meiner Fraktion.”

Bleibt die Moral. „Wer mich kennt, weiß, ich bin nicht geizig, spende viel, nehme Menschen bei mir auf.” 15.000 Euro will sie der Martins-Kirchengemeinde der Ev. Stiftung Volmarstein spenden. Für eine neue Heizung. Das Geld soll jetzt fließen. Angekündigt habe sie die Zuwendung bereits im Weihnachts-Gottesdienst.

Ulrich Laibacher

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