Raus aus der Hattinger Hitze

Vanessa Buttgereit, Jennifer Barth und Werner Schardt empfehlen als Alternative zur Hitze Reisen nach Skandinavien.
Vanessa Buttgereit, Jennifer Barth und Werner Schardt empfehlen als Alternative zur Hitze Reisen nach Skandinavien.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Reisebüros empfehlen Urlaubsziele, die in kühleren Regionen gelegen sind – und verweisen dabei vor allem auf das nördliche Europa.

Hattingen..  Die heißen Sommertage in Hattingen mögen für so manch einen schon genug des Guten sein – und dann auch noch Sommerurlaub im südlichen Sonnenparadies verbringen? Nein danke, wird sich der eine oder andere denken, der nicht gerade ein Freund der Hitze ist. In diesem Fall muss ein Urlaub der anderen Art her, um Schweißausbrüchen und Sonnenbränden zu entfliehen. Die Hattinger WAZ-Redaktion hat in den Reisebüros nachgefragt, welche alternativen Urlaubsziele in kühleren Regionen Last Minute noch buchbar sind:

Situation in Deutschland

„In Deutschland ist momentan so gut wie alles ausgebucht, was an der Küste lieg“, so Kim Kuhlmann. Die Inhaberin des mobilen Reisebüros Fernweh in Welper rät an­stelle einer Reise zur Nord- oder Ostsee daher zur Fahrt nach Bayern: „Dort kann man einen Abstecher in die Berge oder zum Chiemsee machen.“ Auch in Holland sei fast nichts mehr verfügbar, dafür allerdings im Nachbarland Belgien – auch für kleine Budgets.

Urlaubsziele in Europa

Heidi Monetha empfiehlt eine Reise nach Irland, wo ein aus­gewogeneres Klima herrsche. „Dort sind es nur um die 18 Grad Celsius“, weiß die Inhaberin des Reisebüros am Domplatz in Niederwenigern. Einen Städte- und Strandurlaub könne man zudem gut miteinander verbinden. Eine Woche liege preislich bei etwa 600 Euro pro Person, je nach Fluggesellschaft und Hotelklasse. Eine zweite Möglichkeit sind Kreuzfahrten ins Baltikum, die ab August wieder verfügbar sind, bei denen es für Kinder sogar eine 25-Prozent-Ermäßigung gibt.

Außerdem ist momentan Saison für Nordlandkreuzfahrten nach Island oder Grönland. „Ein echter Geheimtipp sind dort die Färöer-Inseln“, verrät Werner Schardt, Inhaber des Ruhrpress-Reisebüros. Dort sorge vor allem der kalte Golfstrom für Temperaturen unter 15 Grad Celsius. „Solche Fahrten sind fast immer frühzeitig ausgebucht, man kann aber Glück haben und noch eine freie Kabine erwischen“, so Schardt. Es gilt aber: Je weiter nördlich das Urlaubsziel liegt, desto teurer wird die Reise.

Kim Kuhlmann empfiehlt ­ebenfalls einen Urlaub in Dänemark, vor allem für Hundebesitzer, die mit dem eigenen Auto anreisen. Sie gibt allerdings zu bedenken, dass Reisen in den Norden nichts mit einem typischen Sommerurlaub gemeinsam haben – „dort wird viel gewandert oder geangelt, alles ist individueller, es gibt selten große Hotels und man ist mehr für sich“.

Für Weltenbummler

Der Tipp der Experten für alle, denen diese Alternativen noch nicht genug ist, lautet der Tipp: ab nach Kanada oder Alaska.