Radsport für jedermann in Hattingen

Der Radsportverein RSV 83 veranstaltet einmal pro Jahr die große Radtouristikfahrt „Rund um Hattingen“. Die Strecken müssen vom Straßenverkehrsamt genehmigt werden und haben sich seit zehn Jahren bewährt.
Der Radsportverein RSV 83 veranstaltet einmal pro Jahr die große Radtouristikfahrt „Rund um Hattingen“. Die Strecken müssen vom Straßenverkehrsamt genehmigt werden und haben sich seit zehn Jahren bewährt.
Foto: Socrates Tassos
Was wir bereits wissen
Der Radsportverein organisiert die große Touristikfahrt „Rund um Hattingen“. Seit zehn Jahren haben sich die Routen bewährt – bis auf kleine Änderungen.

Sport ohne Leistungsdruck, stattdessen mitten in der Natur. Das gibt es beim Radsportverein Hattingen (RSV). Die Radler sind jede Woche in Kleingruppen unterwegs. Aber einmal im Jahr veranstalten sie ihre große Radtouristikfahrt (RTF) „Rund um Hattingen“. Die erfordert viel Vorbereitung und manchmal muss wegen Pannengefahr auch ein Streckenabschnitt gestrichen werden.

354 Radsportler waren dieses Mal bei der Rundfahrt dabei. Und für den Verein bedeutet die Radtouristik viel Aufwand. Bereits zwei Wochen vorher beginnen die Vorbereitungen. Helfer treffen sich, um die Strecken abzustecken und die Kontrollposten einzurichten. Rund 30 Helfer sind bei der Vor- und Nachbereitung eingespannt. Sie stellen unter anderem die Schilder für die Strecken auf und sammeln sie wieder ein. „Die Strecken werden vorher abgefahren und kontrolliert, auch am Starttag noch mal“, erzählt Renate Neidt, die Vorsitzende des RSV.

Die Strecken sind bewusst so ausgewählt, dass sie nicht zu anspruchsvoll sind. Den Radsportlern geht es nicht um Leistungssport. „Wir haben auf unserer längsten Strecke vielleicht 500 Höhenmeter, das schaffen alle“, so Neidt. Die besten Radler bekommen aber auch eine Auszeichnung.

Vier unterschiedlich lange Strecken

Insgesamt hat sich der Hattinger Radsportverein vier Strecken für seine Touristikfahrt ausgesucht. Eine Familientour über 25 Kilometer und eine Strecke über 44 Kilometer verlaufen von Holthausen nach Nierenhof, zurück über das Wodantal, Bredenscheid und Sprockhövel. Die zwei längeren Strecken (74 und 114 Kilometer) führen hinter Nierenhof in Richtung Wuppertal und zurück, beziehungsweise noch weiter in Richtung Hagen, durch Schwelm, Wetter und dann nach Sprockhövel.

Seit knapp zehn Jahren sind es dieselben Routen, die Mitglieder des Vereins damals selbst ausgesucht haben. Sie mussten vom Straßenverkehrsamt in Schwelm genehmigt werden. „Deshalb ist es auch schwierig, neue Strecken anzumelden oder Änderungen in die bestehenden einzubauen“, erklärt Neidt.

Vor acht Jahren fuhren die Radsportler durch das Felderbachtal. Inzwischen wurde dieser Abschnitt aus den Radtouristikplan wieder gestrichen. Denn dort ist die Strecke durch den schlechten Zustand der Fahrbahndecke inzwischen nicht mehr gut befahrbar. „Zu viele Pannen sollten Teilnehmer einer Radtouristikfahrt auch nicht haben“, betont Neidt. Vor allem Kinder und Jugendliche nicht, die in diesem Jahr etwa ein Zehntel der Teilnehmer ausmachen.