Rad-Initiative übergibt Unterschriften

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Was wir bereits wissen
Aktion für Rad- und Wanderweg auf der alten Bahntrasse: Schlaglöcher, Pfützen und Wildwuchs – Nutzer fordern Stadtverwaltung zur Pflege der Strecke auf.

Hattingen.. „Der Zustand der Radweges auf der alten Bahntrasse ist immer schlimmer geworden“, beschwert sich WAZ-Leserbeirätin Conny Dauben über Schlaglöcher, Pfützen und Wildwuchs. Mit dieser Ansicht ist die Sportlerin nicht allein: Radfahrer, Spaziergänger und Anwohner haben eine Unterschriften-Aktion initiiert, in der sie die Stadtverwaltung zur Pflege der Radstrecke auffordern. „Wir haben mehr als 100 Unterschriften sammeln“, freut sich Karl-Heinz Krieger. Gemeinsam mit der Hattinger Gruppe „Pro Rad“ und der Bürgerinitiative Niederstüter-Bredenscheid macht sich Krieger für eine Fahrrad-freundlichere Trasse stark. Die Unterschriften werden am heutigen Montag an die Bürgermeisterin sowie den Fachbereich Tiefbau gesendet.

„Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion etwas bewirken können“, zeigt sich Karl-Heinz Krieger optimistisch. Auf eine Verbesserung des Radwegs hofft auch Conny Dauben: Als besonders auffällig empfindet sie den Unterschied der Radweg-Pflege in Hattingen und Sprockhövel: „Man erkennt sofort, dass die Trasse hinter der Stadtgrenze nach Sprockhövel gepflegter und auch breiter ist als auf unserer Seite.“ Gerade die Breite des Radwegs ist der Sportlerin, abgesehen von gefährlichen Schlaglöchern und im Winter oft vereisten Pfützen im Bereich der Feuerwache Bredenscheid, ein Ärgernis. „Bei gutem Wetter ist der Weg einfach zu schmal für Fußgänger, Radfahrer und Hunde“, weiß Conny Dauben aus Erfahrung.

Diese Beobachtung bestätigt auch Robert Dedden von der Initiative „Pro Rad“ – mit dem Maßband habe er die Breite des Weges nachgemessen, so der Fahrradfahrer: „Die Strecke misst auf Sprockhöveler Seite eine Breite von rund 3,50 Meter, auf Hattinger Seite sind es gerade einmal 2,80 Meter.“ Die schmalste gemessene Stelle der Radwegtrasse sei sogar nur 1,50 Meter breit gewesen.

Aus Gründen wie diesen arbeitet Robert Dedden zusammen mit der Stadtverwaltung am Rad­verkehrskonzept für eine fahrrad-freund­liche Stadtentwicklung. „Ich ver­suche, durch die Politik Einfluss zu nehmen“, sagt er. Die Bodendecke müsse unbedingt saniert werden, fordert er. „Gerade durch die Verwilderung des Bodens ist der Weg unsicher“, weiß Dedden. Seine Vermutung: „Die Stadtverwaltung asphaltiert die Strecke nicht, da man vermeiden will, dass Fahrradfahrer über die Trasse rasen – die Stadt sieht Radfahrer als Gefahrenpotenzial.“ Überhaupt müsse viel häufiger auf Schlaglöcher und Verwilderung kontrolliert werden, fordert Dedden.