Prozession im Schatten des Hattinger Hochofens

Gottesdienst und Fronleichnamsprozession fanden am Donnerstag nahe der Henrichshütte unter freiem Himmel in Welper statt.Foto:Walter Fischer
Gottesdienst und Fronleichnamsprozession fanden am Donnerstag nahe der Henrichshütte unter freiem Himmel in Welper statt.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
800 Besucher auf dem Hüttengelände. Veranstaltung erstmals mit Kinderkirche.

Hattingen..  „Es war viel Aufwand“, sagt Petra Karopka. Jede Menge Flyer wurden verteilt, zahlreiche Menschen persönlich angesprochen und um ihre Unterstützung gebeten. Doch der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen für den Fronleichnamsgottesdienst und die Prozession in Welper habe sich gelohnt. Mit 800 Besuchern bei bestem Wetter auf dem Hüttengelände sind die Veranstalter zufrieden – „eine gute Zahl“, findet nicht nur Petra Karopka.

Der Schauplatz war zwar nicht neu, sondern bereits zum zweiten Mal gewählt. Neu war aber, dass die Prozession zum ersten Mal nicht nur mit drei Gemeinden, sondern mit der Gesamtpfarrei Peter und Paul stattfand unter Beteiligung aller sieben Gemeinden. Eine Premiere hatte die Kinderkirche. Der Wunsch danach war im Vorjahr aufgetaucht. 2015 wurde ihm entsprochen.

Nicht nur die Kinder amüsierten sich prächtig in ihrem separaten Zelt. Und fühlten sich fast wie im Urlaub wie die beiden Jungs mit Sonnenbrillen und T-Shirts, die für Lanzarote und Mallorca warben.

Auch die Erwachsenen genossen die Prozession. 50 bis 60 Helfer packten mit an an vielen Stellen und sorgten für ein gutes Gelingen dessen, was ein Planungsteam von zehn Leuten mit Petra Karopka vorbereitet hatte. Für die Kirche St. Peter und Paul ist ein besonderes Geschenk entstanden. Angeregt von der echten Monstranz legten sich die Jungen und Mädchen am Donnerstag in ihrem Zelt beim Basteln ins Zeug und stellten eine eigene Monstranz her, die einen Platz in der Kirche bekommen soll. Es gab einen Kindergottesdienst mit Gesang und Gebeten für die Kleinen, Auftritte von Chor und Bläsern für die Großen. Pfarrer Winfried Langendonk hatte zur „Demonstration“ eingeladen, mit der die Kirche auch demonstrieren wollte, dass sie rausgeht.