Profis geben den Ton an
25.01.2009 | 19:05 Uhr 2009-01-25T19:05:30+0100Sechs Big Bands kamen zum Workshop der Hattinger Musikschule und erweiterten unter professioneller Anleitung ihren Horizont. Krönender Abschluss war das Konzert im Henrichs
Heiter klingen die Trompeten und Saxofone. Dunkel die Posaunen. Mit Schlagzeug, Klavier und Bass ergibt sich eine lässig schwingende Melodie. So oder ähnlich klang es aus vielen Räumen des Schulzentrums Holthausen, drei Tage lang war es mit Musik erfüllt. Zum dritten Mal kamen Big Bands aus verschiedenen Städten nach Hattingen, um miteinander zu musizieren. Sechs Big Bands probten von Freitag bis Sonntag. Als krönenden Abschluss gab es gestern einen gemeinsamen Auftritt im "Henrichs".
Der Hattinger Musikschulleiter Peter Brand hatte den Workshop organisiert. Möglich wurde das Musikertreffen durch finanzielle Unterstützung der Doerken Stiftung und des Fördervereins der Musikschule. Peter Brand (46) leitete für die drei Tage selbst eine der Big Bands, eine Erwachsenengruppe. Musiker verschiedener Altersklassen trafen aufeinander. Einig sind sich alle: "Es macht richtig Laune", schwärmt Klavierspielerin Beate Marenbach.
Das Besondere an diesem Workshop ist, dass die Big Bands mit einem ihnen fremden Musikleiter zusammenarbeiten. "Ein neuer Leiter für die Band ist gut, der gibt der Gruppe einen neuen Kick", meint Brand. Das finden auch die Musiker: "Es ist toll zu erfahren, wie andere Lehrer einen weiterbringen", sagt Carla Köllner (15), Posaunenspielerin bei der Hattinger Band Jazzubis. Die Leiter sind zudem alle sehr professionell und kommen sogar aus Dortmund oder Münster angereist.
"Hattingen zieht an", erklärt Kerstin Feix, die das Alt-Saxofon im Hattinger Monday Night Orchester spielt. Der sonstige Dirigent vom Monday Night Orchester, Ludger Meyer (45), probt für die drei Tage mit der Big Band der Sprockhöveler Feuerwehr. So können Musiker und Leiter neue Erfahrungen machen. "Die Stimmung ist wirklich klasse, und mit dem Konzert im Henrichs geht es dann raus aus der Schule und an die Öffentlichkeit", sagt Meyer.
Unter den Musikern herrscht eine freundliche, gute Atmosphäre. Es wird gelacht und in der Mittagspause auch viel erzählt. "Es ist toll, gleichgesinnte Leute zu treffen, die auch ein musikalisches Interesse haben", so Benjamin Mörtl (26), der mit der Big Band von der Feuerwache in Sprockhövel probt.
Etwa 90 Teilnehmer geben ihr Bestes. Peter Brand freut sich über die große Nachfrage. "In einer Rockband gibt es vielleicht vier Leute, die Big Band ist ein Feld, wo viel mehr Leute zusammen musizieren können. Es ist etwas Gemeinsames." So sieht es auch Andreas Lensing (37) von der Big Blast Company, die sonst im CVJM übt: "Ich freue mich darauf, mir auch die anderen Big Bands anzuhören." Schön, dass Musik so verbinden kann.
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