Professionalität und Hygienestandards
06.02.2012 | 17:53 Uhr 2012-02-06T17:53:00+0100
Hattingen. Kita-Zweckverband im Bistum plädiert für Kindeswohl.
„Überall dort, wo Kinder professionell betreut werden, sollte auch die gleiche Professionalität gefordert werden können“, sagt Peter Wenzel, Geschäftsführer des Kita-Zweckverbands im Bistum Essen, der auch Tagesstätten in Hattingen betreibt. Das heißt für ihn: Gleiche Hygienestandards überall dort, wo Kinder jemandem offiziell anvertraut sind – also auch bei Tagespflegepersonen.
„Es geht doch um Kinder und ihr Wohlergehen, da können wir gar nicht vorsichtig genug sein“, erklärt Wenzel. Kinder hätten ein schwächeres, noch nicht ausgereiftes Immunsystem und seien gefährdeter als Erwachsene, etwa angesichts einer Infizierung mit Salmonellen. Die Bedingungen für ein gutes, sicheres und gesundes Aufwachsen von Kindern müssten jederzeit und überall gewährleistet werden; wer hier Angst vor einem Mehr an bürokratischem Aufwand habe, verstehe nicht, worum es geht, sagt Wenzel: „Das Kindeswohl muss an erster Stelle stehen, egal, was es ‚kostet’ und wir dafür tun müssen.“
Grundregeln der Küchenhygiene einzuhalten sei das Mindeste, was man bei professioneller Kinderbetreuung erwarten könne. Die Bundesregierung lege die europäische Hygiene-Verordnung sehr eng aus, definiere Tagesmütter als Lebensmittelunternehmer, die einen zweiten Kühlschrank brauchen, ein zweites Waschbecken für die Hände, die Kühlketten bei Essenseinkauf und -transport einhalten und mit Haarnetz kochen.
08:06
Diese Stellungnahme wirkt auf mich - vorsichtig formuliert - nicht ganz uneigennützig...