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Planzaktion ist auch Politik

10.06.2012 | 17:09 Uhr
Planzaktion ist auch Politik
Am Samstag bepflanzten Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Winzermark den Hang zum Grenzberg.

Hattingen.   Die Aktionsgemeinschaft Winzermark hat am Bürgerplatz den Hang zum Grenzberg neu gestaltet. Die Kosten in Höhe von 1200 Euro trägt sie selbst

Die Schüppen werden gezielt in den Boden gesetzt und die ausgegrabene Erde auf einen Haufen geworfen. In kleinen Abständen setzen die Werkzeuge neu an und heben das nächste Loch aus. Die kleinen Gruben sind die neuen Standorte für junge Pflanzen. Die Aktionsgemeinschaft Winzermark (AGW) bepflanzte am Samstag den Hang hinter dem Bürgerplatz an der Tippelstraße, nachdem dort wilde Pflanzen wie Disteln oder Brennnesseln entfernt wurden.

„Wir wollen den Hang aufwerten und mit ihm den gesamten Platz. Er sag total verwildert aus und außerdem wuchsen einige gifte Pflanzen dazwischen“, erklärt Gerd Walther. Der 72-Jährige leitet die AGW. Fingerhut oder auch Herkulesstauden sind gefährlich für kleinere Kinder, die auf dem Spielplatz toben. Die Stadt hat alle wilden Pflanzen am Hang zum Grenzberg gemäht. Jetzt bestückt die AGW sie mit neuem Leben. Mit 65 frischen, noch kleinen Sträuchern. Beispielsweise mit gelben und weißen Mahonien. Zu viele Farben sind jedoch nicht gewählt worden, damit der Hang am Ende nicht zu bunt und wild aussieht.

Die Farben sind abwechselnd verteilt in mehreren Reihen aufgeteilt. Der gesamte Hang wird nicht bepflanzt. Insgesamt entsteht eine Dreiecksform, wobei die Grundseite fehlt. „Die Sträucher wachsen später auch nicht höher als zwei Meter. So verdecken sie die Bäume nicht, die von der Stadt eingepflanzt wurden“, merkt Annette Niederstein (60) an. Sie übernimmt das Dirigieren der Bepflanzung, da sie nebenbei Gärten gestaltet. „Hinter dem Ehrendenkmal setzen wir auch etwas stachelige Pflanzen, damit sie nicht so leicht zerstörbar sind. Die Bepflanzung soll dem Denkmal einen Hintergrund geben. Sonst steht es so alleine für sich am Straßenrand“, sagt Niederstein. Einige Sträucher hat die Stadt stehenlassen. „Darunter ist zum Beispiel ein Wildginsterstrauch. Er ist sehr umweltempfindlich und kommt nur noch selten vor. Daher sollte er uns hier erhalten bleiben“, findet die Niederbonsfelderin.

Die AGW möchte mit der Aktion auch Akzente zu den bisherigen Ergebnissen des Stadtentwicklungskonzeptes 2030 setzen. Weitere Baumaßnahmen im Bereich des Bürgerplatzes, beispielsweise ein großes Hotel und ein vorgeschlagener Skulpturenpark, sollen auf diese Weise verhindert werden. „Wir sind bemüht, die hier in der Winzermark vorhandene hohe Wohnqualität möglichst noch zu verbessern und eine sinnvolle Weiterentwicklung der Gemeinschaftsplätze vorzunehmen“, unterstreicht Gerd Walther.

Die Kosten für die Hangbepflanzung belaufen sich insgesamt auf eine Summe von rund 1200 Euro. Nach Absprache mit der Stadtverwaltung übernimmt die AGW die gesamten Kosten selbst. 900 Euro davon sind Spenden von den Mitgliedern der AGW und 300 Euro kommen durch den Restbestand eines Straßenfestes zusammen. Künftig übernimmt die AGW auch die Pflege des Hanges.

Hendrik Steimann


Kommentare
11.06.2012
18:30
Planzaktion ist auch Politik
von annener | #1

wurde hier extra auf das f verzichtet?????????????????

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