Pizza, Pasta und viele Gerichte aus Thailand

Eine Auswahl an Gerichten.
Eine Auswahl an Gerichten.
Foto: Funke Foto Services
Supaporn Schröder hat einen Hattinger geheiratet und sich mit einem Imbiss selbstständig gemacht

Hattingen..  Die Mischung ist ungewöhnlich im Imbiss an der St. Georg-Straße 9, der Name der Inhaberin ebenfalls: Supaporn Schröder bietet thailändische und italienische Küche. Zum Sofortverzehr an den Tischen, zum Mitnehmen oder Liefernlassen.

Die 47-Jährige aus Thailand hat einen Deutschen aus Hattingen geheiratet. Ihren Mann hat sie in Deutschland kennengelernt – bei einem Urlaub in Mönchengladbach, wo sie Tante und Onkel besuchte. Er habe sie gleich heiraten wollen, erzählt sie. Und ließ sich auch nicht durch die Ankündigung eines Probewohnens mit ihrer Familie in Thailand auf dem Fußboden auf ausgerollten Matten abschrecken.

Das Paar hat eine Tochter und einen Sohn. Der Mann der Imbiss-Betreiberin ist oft auf Montage, häufig in China. Sie selbst wollte immer ein eigenes Geschäft betreiben, wenn die Kinder etwas älter sind. Was sie nun tut. Die italienische Küche kommt ins Spiel, weil sie fünf Jahre bei einem italienischen Kollegen Pizza und Pasta kennengelernt hat. Auf längere Sicht möchte sie die italienische Küche von der Speisekarte verbannen. Thai-Essen werde mehr nachgefragt. Und bei der italienischen Küche sei die Konkurrenz auch zu groß.

Nicht nur im Imbiss stehen Gerichte aus unterschiedlichen Küchen auf dem Programm, sondern auch zu Hause. „Ich selbst esse am liebsten Thai-Gerichte“, erzählt die Hattingerin, die in Dortmund in einem speziellen Geschäft einkauft. Mann und Sohn stehen auf Nudeln, Mutter und Tochter mögen Kartoffeln. Die Mutter löst die Frage des Lieblingsessens nicht dadurch, dass jedes Familienmitglied im Wechsel zum Zug kommt, sie kocht einfach mehrere unterschiedliche Speisen.

In Thailand hat die Imbiss-Betreiberin in einer Apotheke gearbeitet. Sie sei Apothekerin, habe studiert, könne mit den Kenntnissen hier aber nichts anfangen. Ihre Heimat vermisst sie heute nicht mehr. Sie hat keine Geschwister dort. Und ihre eigenen Kinder kennen das Land nur vom Urlaub. Einen Deutschkurs hat sie nicht besucht, die Sprache durch Praxis gelernt. Was sie wundert ist, dass viele Menschen in Hattingen nur Deutsch sprechen würden. Aus Thailand ist sie gewohnt, sich auf Englisch verständigen zu können. Irritiert ist sie auch, wie kurz der Schultag hier sei. Das kennt sie aus Thailand ganz anders.

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