Pfingststurm Ela: Straßenbäume sind der größte Kostenfaktor

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Was wir bereits wissen
Im Forst gab es kaum finanzielle Verluste.

Hattingen..  Eine Holzmenge, die in etwa der Menge eines Wirtschaftsplans für ein Jahr entspricht, hat Pfingststurm Ela im Hattinger Forst 2014 zu Fall gebracht. Das erklärte Förster Thomas Jansen im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss. Dabei habe Hattingen Glück gehabt. Auch der finanzielle Schaden halte sich aus seiner Sicht in Grenzen. Dennoch ist die Stadt auf die Hilfsgelder vom Land – 200 000 Euro – angewiesen.

Etwa 600 Festmeter Holz sind nach dem Sturm angefallen: „Das waren nicht die Bäume, die ich aus dem Bestand genommen hätte“, betont Jansen. Beim Verkauf des Holzes gab es dennoch kaum Probleme. Größtenteils handle es sich um Industrieholz, dass sich gut verkaufen ließ. Aufgrund der Niederschläge liege aber noch viel Holz im Wald – es konnte nicht abtransportiert werden, ohne den Boden zu zerstören.

Nur noch drei Maßnahmen hat der Förster geplant, um auf das Jahressoll an Holzschlag zu kommen: Im Stadtwald an der Lembeck will er im Sommer arbeiten, am Freibad in Welper befänden sich einige Bäume „in desolatem Zustand“ und müssten gefällt werden, und auch im Gethmannschen Garten stünden noch Arbeiten an. Aufgeforstet werden soll an der Holthauser Straße.

Während sich der Forst finanziell selbst deckt, sind die Hilfszahlungen für die Straßenbäume dringend nötig. Neben den bereits entstandenen Kosten für die Schadensbeseitigung kommen noch die Kosten für Neuanpflanzungen auf die Stadt zu. „Das wird uns noch zwei bis drei Jahre beschäftigen“, sagte Fachbereichsleiterin Solveig Holste im Ausschuss. Außerdem seien aufgrund der großen Nachfrage die Preise für Bäume gestiegen.