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Adventsserie Keller

Party unterm Backsteingewölbe

19.12.2010 | 15:53 Uhr
Party unterm Backsteingewölbe
Im Keller des Pastor-Schoppmeier-Hauses, an der Bahnhofstraße, wurde wild abgetanzt.

Das Deckengewölbe aus roten Backsteinen reicht tief hinab in den Raum. Auf grünen Sesseln sitzen Jugendliche vor grauen Steinwänden beisammen, lachen. Laute Musik schallt durch den länglichen Keller der Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Das Licht ist gedämpft. Die Katholische junge Gemeinde (KjG), Pfadfinder und Messdiener nutzen den Keller Bahnhofstraße.

Ilka Kendziorra (23) von der KjG: „Wir veranstalten hier Spielabende mit Übernachtungen für Kinder. Manchmal bauen wir eine Leinwand auf und verwandeln den Keller in ein Kino.“ Auch wild kann es dort unten zugehen: „Früher haben wir hier Besenhockey gespielt“, sagt Ilka Kendziorra lachend, „das geht super, weil das Parkett schön glatt ist.“ Kaputt gehen kann auch nichts, es steht nicht viel herum. Die größte Fläche in der Mitte ist frei. „Wir haben hier auch mal den Boden mit Folien abgeklebt und Bodypainting gemacht.“ Auch beim Verkauf der Weihnachtsbäume hilft der Keller. „Wir lagern kurzzeitig die Tannenbäume darin“, sagt Ilka Kendziorra.

Der Kellerboden hat zwei Ebenen, die große Fläche in der Mitte liegt etwas tiefer als die Ränder. Bands spielen auf einer Seite wie auf einer kleinen Bühne. In schmalen Nischen sitzen Grüppchen beieinander. Für die Stimmung sorgen Lichtkugeln und brennende Kerzen. „Die laute Musik stört keinen. Bei einem gut besuchten Konzert waren hier schon siebzig Leute drin“, sagt Ilka Kendziorra. An beiden Seiten Bänke, auch dort sitzen Mädchen auf Kissen am Steingemäuer und unterhalten sich.

Das Parkett des Kellers wird als Tanzfläche genutzt. Eine bunte Discolampe leuchtet auf die tanzenden jungen Menschen. Martin Gerbracht (26) aus Essen: „Ich finde den Keller super. Ich mag alte Gemäuer, mit den brennenden Kerzen ist es hier total gemütlich.“

Heute feiert die KjG Abschlussparty der Aktion „Kulturbeutel“. Der Arbeitskreis Kulturbeutel des Diözesanverbandes stellte im Kulturhauptstadtjahr Aufgaben: Eine Leibspeise aus dem Ruhrgebiet kochen, Gruppenaktivität mit Fotos festhalten. Die Hattinger Gruppe nennt sich „Die kleinen Teufel“. Mitglied Marco Botzet (19): „Wir haben Currywurst gebraten.“ Damit traten sie gegen die anderen Städte an. Für eine andere Aufgabe haben sie eine Leinwand zum Thema Ruhrgebiet gestaltet und den ersten Preis gewonnen: einen Beamer.

Lene Lemmer

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