Nur noch 20 Mitarbeiter in Welper
14.12.2010 | 18:14 Uhr 2010-12-14T18:14:00+0100
Hattingen. Hauptverwaltung hat am Montag in Bochum den Dienst aufgenommen. Produktion an der Hüttenstraße bleibt erhalten.
Dass die deutsche Hauptverwaltung von Air Products Hattingen nach beinahe 50 Jahren verlassen würde, hatte das Unternehmen bereits im Frühjahr angekündigt. Nun ist der Abschied vollzogen: Am vergangenen Freitag hatten die etwa 180 Mitarbeiter ihren letzten Arbeitstag an der Hüttenstraße, seit dieser Woche sind sie in der Nachbarstadt Bochum untergebracht. Lediglich 20 Mitarbeiter der Produktion bleiben in Welper.
„Die Hattinger Hauptverwaltung ist zu klein, weil jetzt noch 100 Medical-Mitarbeiter hinzukommen“, hatte Air Products seinen Schritt im April begründet. Der Hersteller von Industriegasen hatte sich im Jahr 1964 in Hattingen gleich neben der Henrichshütte angesiedelt, weil ein Luftzerleger gebaut werden musste. Die Hauptverwaltung saß zunächst noch in Düsseldorf, wurde aber nach Schließung der Henrichshütte nach Hattingen geholt.
Vor knapp zwei Jahren hatte Air Products mit Umstrukturierungen in Deutschland und Europa begonnen (die Hattinger Geschäftsführer saßen bereits seit Jahren in Barcelona). Zunächst wurde 28 Mitarbeitern gekündigt, ein halbes Jahr später 16 weiteren.
Die Produktion mit Luftzerlegungs- und Wasserstofferzeugungsanlagen bleibt als Außenstelle in Welper erhalten. Und somit auch die Arbeitsplätze von 20 Mitarbeitern, die sich um die Herstellung von Industriegasen kümmern – für die Öl- und Gasförderung, Lebensmittelherstellung und -verpackung, für Luft- und Raumfahrt sowie in der Papierherstellung.
20:16
Ach, Herr fcstwolf. Sie versuchen doch wieder nur abzulenken von der eigentliche Ursache, nämlich der Gier Ihrer Genossen nach noch mehr Abgaben. Wer wie Ihre Partei wegen klarer kommunaler Misswirtschaft und Steuergeldverschwendung an der Gebührenschraube dreht, Gewerbe- und Grundsteuer maßlos anhebt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Betriebe stiften gehen. Raten Sie mal, warum Einzelhändler in der Altstadt ihre Läden dichtmachen, Betriebe in andere Städte umziehen und nicht einmal mehr die Bürger bleiben wollen ?
Die Letzte macht das Licht aus. Sie sollten dabei Ihrer Parteifreundin Dagmar dann aber auch helfen, so aufdringlich, wie Sie hier Propaganda für ihre verfehlte Politik gemacht haben.
19:26
Und es werden weitere Fortzüge folgen, wenn die Partei des geschätzten factswolf morgen ihren Willen bekommt und die Gerwerbe- und Grundsteuer erhöht.
Dann wird sich wohl kaum ein Nachfolger für das ehemalige Veraltungsgebäude von Air Products finden. - Wie wärs mit einem weiteren städtischen Museum? ;-)
18:36
Der Sachverhalt ist wohl folgender: Das Hattinger Verwaltungsgebäude sei sanierungsbedürftigsbedürftig hieß es- Nach Prüfung der Kosten entschied man sich für die kostengünstigere Variante. Diese sah nun mal vor, daß Hattingen genügend Platz in Bochum finden würde, also Zusammenlegung mit dem Bochumer Haus.
Es bleibt aber die Frage, was mit dem Gebäude nach dem vollständigen Leerzug wird. Man wird das Gebäude wohl nicht verfallen lassen.
08:36
Was macht eigentlich die Hattinger Wirtschaftsförderung. Gibt es keine Gespräche mit ortsansässigen Unternehmen bzgl. ihrer Zukunftsplanungen und der evntuell damit zusammenhängenden Problemstellungen? Hätte man nicht innerhalb des EN-Kreises nach einer Lösung schauen können, um das Unternehmen zu halten? Wann arbeiten die EN-Wirtschaftsförderer endlich effektiv zusammen und verharren nicht weiterhin in ihrem Kirchtumdenken.