Nur 30 Bürger haben Ideen zum Stadtetat
07.06.2011 | 15:59 Uhr 2011-06-07T15:59:00+0200
Hattingen. Drei Wochen hatten die Hattingerinnen und Hattinger Gelegenheit, bei der Finanzpolitik ihrer Kommune mitzureden.
Vom 16. Mai bis zum 5. Juni konnten sie einen Ideenbogen ausfüllen und auf diese Weise eigene Vorschläge zur Aufstellung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2012 machen. 30 ausgefüllte Fragebögen gingen bei der Stadt ein. Die Aktion war die erste von zwei Möglichkeiten, sich aktiv einzumischen in das Finanzgebaren der Stadt. Teil zwei wird eine „Bürger-Ratssitzung“ am Montag, 7. November, sein. In dieser öffentlichen Veranstaltung soll der Etatentwurf mit den berücksichtigten Bürgervorschlägen vorgestellt und diskutiert werden.
Die geringe Zahl der Teilnehmer am Bürgerhaushalt wertete die Stadt in einer ersten Reaktion am Dienstag als „enttäuschend“. Stadtsprecher Thomas Griesohn-Pflieger: „Wir werden sowohl die abgegebenen Bögen als auch die Resonanz auf die gesamte Aktion auswerten.“
Zuletzt hatte der WAZ-Leserbeirat heftige Kritik am ersten Hattinger Bürgerhaushalt geübt. Die Vorwürfe: Die Fragen seien zu ungenau gestellt worden. Die Zielsetzung sei fatal, weil ausschließlich Sparvorschläge erwartet würden.
14:13
Ein Vorschlag: Das Presseamt personell verkleinern. Eine Pressesprecher - der dann wirklich für die Stadt süricht und sich nicht auch noch um seine Nebenjobs kümmert - reichen ebenso aus, wie der Verzicht auf eine elegante Adresse einer Bibliothek.
Abschaffung des Stadtmuseums und des Stadtmarketing sind weitere Maßnahmen, mit denen Geld gespart werden kann. Ach ja. Und ob eine Mitelstadt wie Hattingen Dzernenten braucht, ist auch nicht erkennbar.
Aber auf all das hat unsere Meisterin ja höchstpersönlich bestanden. Also kann man vorschlagen, was man will. Was der Meisterin zuwider ist, kommt nicht durch. Koste pardon würde es auch massiv sparen. Aber dann könnten wir auch den Kulturhaushalt zusammenstreichen. Ach ja...Man könnte vieles in Hattingen. Wären da nicht die Pleite-Daggi und das gegelte Fränkli vor. Mit beiden rauscht die Stadt nur weiter in den Bankrott. Deshalb sollte wenigstens die Meisterin sich schleuichen: Mit Schirm, Scham und Hütchen - aus dem Hinterausgang ihres Amtsstübchens. Auf Nimmerwiedersehen.
Sie glauben gar nicht, was es dann zu sparen gäbe....
20:40
Vorschläge kann die Stadtverwaltung von mir gerne bekommen. Allerdings ist da ein geringfügiger Obulus zu entrichten :).