Notruf ins Bewusstsein bringen

Der Notruf ist die einfachste Art, Hilfe zu holen, wenn es brenzlig wird. Allerdings verwechseln viele die Notrufnummer 112 oder kennen sie nicht. Die Hattinger Malteser, die dem Kreisverband Bochum/Ennepe-Ruhr angeschlossen sind, beteiligen sich am heutigen Mittwoch am europaweiten Tag der 112. Sie wollen das Bewusstsein der Hattinger dafür wecken, sich richtig zu verhalten, wenn ein Notfall eintritt.

Nur knapp 20 Prozent aller Deutschen wissen, dass die Notrufnummer nicht nur innerhalb Deutschlands gültig ist, sondern auch im gesamten europäischen Raum gewählt werden kann. „Wenn jemand im Urlaub ist oder sich zum Beispiel beruflich im Ausland aufhält, kann er dieselbe Notrufnummer wählen wie hier in Deutschland“, betont Jennifer Clayton, Sprecherin des Malteser Hilfsdienstes.

Wichtig ist es den Maltesern darüber hinaus, die Hattinger daran zu erinnern, wie ein Notruf abgesetzt wird. Dabei helfen die fünf W-Fragen. Was ist passiert? Wo ist es geschehen? Wie viele Menschen sind verletzt? Welche Art von Verletzung ist eingetreten? Warten auf Rückfragen. „Das vergessen viele, wir wollen daher noch einmal darauf hinweisen“, sagt Clayton.

Die Notrufnummer ist übrigens kostenlos. Der Anruf erreicht eine zentrale Leitstelle, die ihn umgehend an den Rettungsdienst vor Ort weiterleitet. Weil jede Sekunde zählt, ist es auch wichtig, dass Zeugen erste Hilfe leisten können. „Den Kursus sollte jeder alle zwei Jahre auffrischen“, rät Clayton. Angebote gibt es bei den Maltesern.