Norovirus im Emmy-Kruppke-Seniorenheim in Welper

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Was wir bereits wissen
Besucher bleiben draußen, um sich nicht mit Durchfall anzustecken. Kreisverwaltung: 73 Bewohner, 19 Mitarbeiter betroffen.

Hattingen..  „Man hört immer wieder von Kindergärten und Schulen, die schließen. Wir können nicht schließen“, sagt Ursula Champignon, Leiterin des Emmy-Kruppke-Heims Welper, wo seit Weihnachten das Noro-Virus grassiert. „Es ist hochansteckend“, so die Chefin der Senioreneinrichtung. „Deshalb schützen wir unsere Besucher.“ Ein Schild im Eingangsbereich weist darauf hin, dass die Magen-Darm-Viren Bewohner befallen haben und von Besuchen deshalb abzusehen sei. „Wir haben alle drei Türen auf“, sagt Ursula Champignon, die Mitarbeiter hätten den Eingangsbereich im Auge. Viele Bewohner seien betroffen mit Durchfall von 24 Stunden bis zu drei, vier Tagen.

Laut Ingo Niemann, Pressesprecher der Kreisverwaltung, waren es „in der Spitze 73 Bewohner und 19 Mitarbeiter“. Von Kindertageseinrichtungen ist ihm nichts bekannt.

Das Personal, so Ursula Champignon, halte sich an Hygienemaßnahmen. „Mundschutz, Kittel, Desinfektionsmittel, wir haben alles vorrätig.“ Wer bei einem betroffenen Bewohner war, wechsele die Kleidung, „ich desinfiziere mir ständig die Hände.“ Das Problem seien alte Menschen, denen die Lage nicht erklärt werden kann. Die Bewohner werden zwar gebeten, in ihren Zimmern zu bleiben. Menschen mit Demenz könne das aber nicht vermittelt werden, sie laufen trotzdem aus ihren Räumen. Manche Angehörige, denen Symptome beschrieben wurden, sagten: „Das hatte ich auch.“