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Sanierung

Neues vom Bismarckturm

06.09.2012 | 08:30 Uhr
Neues vom Bismarckturm
Schulenburg-Inhaber Helmut Hans und Restaurant-Betreiberin Sabine Schiwy vor dem Bismarckturm.Foto: Udo Kreikenboh

Schulenburg-Inhaber Helmut Hans will das mutwillig beschädigte Baudenkmal im Stadtwald sanieren und wieder für Besucher öffnen

Der lange Leidensweg des Bismarckturmes im Stadtwald – er scheint vorerst beendet. Nach Jahren der Restaurierung und des Vandalismus deutet sich im Fall des alten Denkmals jetzt eine positive Wende an: Schulenburg-Inhaber Helmut Hans wird den historischen Aussichtsturm auf eigene Kosten sanieren und nach zwei Jahren wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

In Absprache mit der Stadt sollen die Sanierungsarbeiten am alten Gemäuer bereits in diesem Jahr beginnen – und auch beendet werden. „Die Stadt hat kein Geld für eine erneute Sanierung, daher habe ich die Kosten auf mich genommen“, erklärt Hans. „Die Sanierung ist einerseits im Interesse der Hattinger, auf der anderen Seite ist ein restaurierter Turm natürlich auch werbewirksam für die Schulenburg“, begründet Helmut Hans seine Initiative für das historische Baudenkmal im Grünen.

Schutz vor Vandalismus

Das Restaurant, gerade einmal wenige Fuß-Minuten vom Bismarckturm entfernt, soll in Zukunft Anlaufstelle für interessierte Turm-Besucher sein. „Gegen eine Kaution oder das Vorlegen des Personalausweises erhalten Besucher in der Schulenburg die Schlüssel für den Turm“, gibt Helmut Hans einen Einblick in die Planung. So solle dem erneuten Vandalismus vorgebeugt werden. Die Besichtigungszeiten richten sich daher künftig nach den Öffnungszeiten des Restaurants. „Außerhalb dieser Zeiten bleibt der Turm geschlossen“, so Hans.

Für Jürgen Uphues vom städtischen Bereich Denkmalpflege eine gute Lösung: „In der Vergangenheit konnten sich Turm-Besucher die Schlüssel beim Stadtmarketing in der Innenstadt abholen – die Schulenburg ist viel näher.“ Er erhoffe sich durch die verstärkte Einbindung des Restaurants mehr Besucher am Bismarckturm und dadurch wiederum weniger mutwillige Beschädigungen am Denkmal. „Nach den vielen Zerstörungen und Sanierungen haben wir jetzt hoffentlich eine effektive Lösung gefunden – sowohl für die Besucher, als auch zum Schutz des Turmes“, zeigt sich Uphues zuversichtlich. Er sei zudem optimistisch, dass der Turm bereits zeitnah wieder geöffnet werde.

Neue Treppe und Mauer

Zunächst stehen jedoch die Sanierungsarbeiten im Vordergrund der Planung. „Die Steintreppe im Innern ist stark beschädigt“, weiß Jürgen Uphues. Diese müsse daher zunächst instand gesetzt werden. Zudem müssen die Deckenträger des Gebäudes erneuert werden. „Es geht jetzt erstmal darum, dass die Mauerteile saniert und die Decke abgestützt wird“, so Hans. Dieser Aufwand sei dringend nötig, denn: „Zurzeit ist das Gebäude durch die vielen Beschädigungen in keinem guten Zustand und stellt beim Betreten sogar eine Gefahr dar.“

Positive Entwicklung

Die späteren Besucher sollen die Reparaturarbeiten im Innern und am Äußeren des Turmes nicht bemerken, betont Denkmalpfleger Jürgen Uphues. Er sei über die Entwicklungen rund um den Bismarckturm sehr erfreut, denn: „Der Bismarckturm wurde damals als Aussichtsturm mit dem Ziel erbaut, von oben nach unten zu gucken und nicht wie bisher von unten nach oben.“

Julia Benkel



Kommentare
06.09.2012
21:06
Neues vom Bismarckturm
von roethomaxx | #1

Ein alteingesessener Bürger, der schon so manche Freundin zum Bismarckturm nach einem ausgiebigen Waldspaziergang führte, sagt: "Danke, Herr Helmut Hans!"

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