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Straßen-Wahlkampf

Neues Selbstverständnis

02.08.2009 | 17:45 Uhr

Die Herausforderin: Barbara Niemann (CDU) fordert pragmatische Lösungen, auch wenn nicht für alles Geld da sei.

Der CDU-Stand am Untermarkt. Bürgermeisterkandidatin Barbara Niemann zieht die Gewinnerlose aus der Plexi-glaskiste. Und beschließt damit die Aktion „Toben Sie nicht, wenn Kinder toben”. Die Aufkleber mit dem Slogan hatte die CDU verteilt und danach die Kennzeichen der beklebten Autos aufgeschrieben. Vereinzelt bleiben Menschen stehen, schauen und nehmen ein Wahlprogramm mit. Einige sehen sich die Kandidatin aus der Nähe an. Die meisten gehen weiter – mit oder ohne Info-Blatt. Neben der Aktion präsentieren sich Barbara Niemann und die CDU selbst der Öffentlichkeit.

„Die jüngeren Menschen interessieren die Themen Schule und Kinder”, sagt die Bürgermeister-Kandidatin von CDU und FDP. Womit wir wieder bei der Aktion sind: Hattingen müsse kinderfreundlicher werden, sagt sie. CDU-Partei-und Fraktionschef Gerhard Nörenberg stimmt zu. Zu oft würden Steine im Weg liegen, die eine einfache Umsetzung unnötig schwierig machten, sagt Niemann. Zudem würde dieses Thema häufig durch andere verdeckt.

Ihr Eindruck von der aktuellen Politik: Bei vielen Themen würde nur kritisiert, ohne dass pragmatische Lösungen vorgeschlagen werden. Daher wolle sie die Dinge anpacken – denn so kenne sie es eben aus ihrem Beruf als Gastronomin. Natürlich sei nicht für alles das Geld vorhanden, auch Hattingen müsse sparen. Aber, da ist sie sich sicher: „Kleinigkeiten lassen sich umsetzen.”

Fragen von älteren Bürgern zielen häufig auf Themen wie das Pflaster auf der Heggerstraße oder den städtischen Verkehr. „Die Menschen wissen doch, was die wirklichen Probleme sind. Und das sagen sie mir auch – oft mit Vorschlägen zur Lösung”, erzählt Barbara Niemann.

Gertrud Rudolf (73) unterhält sich angeregt mit der Kandidatin. Die kennt sie über eine Bekannte noch als Kind. „Frau Niemann war noch ganz klein”, erzählt sie, das Wahlprogramm in der Hand. Informieren müsse sich daher nicht über sie. „Ich kenne sie ja bereits.” Für die Wahl wünscht sie ihr viel Glück.

„Themen brennen mir viele unter den Nägeln”, sagt Gertrud Rudolph. Vandalismus sei nur eins davon. Ihre Wahlentscheidung möchte sie nicht äußern. Nur: Die Dienstwagen-Affäre der SPD sei ein Skandal gewesen, für den der Steuerzahler einstehen müsse.

Barbara Niemann nennt die Kunst in Hattingen als Thema, an dem sich die Geister scheiden. Mehr Transparenz – was mit Kunst wo gemacht wird – schlägt die Kandidatin vor. Und auch ein neues Selbstverständnis der Hattinger Bürger als Gemeinschaft.

Als Beispiel führt sie die Stele des Künstlers Günter Steinmann in der Winzermark an. Hier sei die Kunst auf dem neuen Dorfplatz bei den Anwohnern darum so gut angekommen, weil der lokale Bezug vorhanden sei.

Timo Klippstein

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Kommentare
14.08.2009
12:37
Neues Selbstverständnis
von mabaym | #12

Weitere Informationen zur Kommunahlwahl 2009 stellt die FDP Hattingen unter www.heutekindermorgen.de zur Verfügung.

Gerne steht die FDP Hattingen auch für Gespräche zur Verfügung.

14.08.2009
11:42
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.08.2009
12:26
Neues Selbstverständnis
von FerdiEssen1969 | #10

Mein Gott, was habt Ihr auf dem Dorf für Probleme mit Euren Politikern.
Ich habe den Eindruck je kleiner die Stadt, je kleinkrämiger werden die Leute - weniger Posten, mehr Bewerber, mehr Amorösitäten.
Schlimm, schlimm.

04.08.2009
23:37
Neues Selbstverständnis
von tippteufelvernichter | #9

Ich hoffe Frau Niemann zeigt den Herren mal die Zähne. Ich hoffe das Sie nicht eine Marionette der Parteien wird.
Ich wünsche Ihr genau soviel Glück und Erfolg wie Frau Goch.
Der Filz muß weg und wenns noch so schwer ist sich von Parteimitgliedern oder von Stadtbediensteten zu trennen bzw. sie von Ihren Positionen entfernen wo sie nicht im Sinne des Bürgers handeln.
Ich hoffe das hier mal was geschieht!

04.08.2009
17:55
Neues Selbstverständnis
von fcstwolf | #8

Da haben einige in der CDU/FDP gedacht, schicken wir eine Frau ins Rennen, welche noch keine politische Erfahrung hat, dann machen wir nichts verkehrt, Ein Fehler von Nörenberg, Gratzel und Co. Dass sie Frau Niemann ohne ein Programm herumlaufen lassen ist noch schlimmer. Was sie alle da veranstalten gleicht doch einem Eiertanz. In einigen Wochen werden wir alle diese Frau Niemann hoffentlich bedauern.

04.08.2009
05:25
Neues Selbstverständnis
von Arg4s | #7

Kandidatin-Blabla auf höchstem Niveau! Kein Quäntchen politische Substanz. Die CDU hat sich bereits ihre Suppe tüchtig versalzen.

03.08.2009
23:34
Neues Selbstverständnis
von Wahlfisch | #6

Lieber 4von ichundich
Ich finde es gut, dass Du gegen Vandalismus bist. Trotzdem meine ich: Dieses abschätzig, lockere Dahingeschreibsel von „Sondermüll“, „Schrott“, „Bierdosen-Kunst“ etc. macht den Vandalen Mut. Der Missachtung im Wort folgt die Respektlosigkeit in der Tat.

Natürlich wurde das Kunstwerk vom Kunstverein, der die Installation verantwortet, bei der Eröffnung und in Führungen ausführlich erklärt. Da müsste man dann mal hingehen, wenn man es denn ernst meinen würde.

Man kann die Installation als Beitrag zum Gahlenschen Kohlenweg auch ohne Erläuterung auf sich wirken lassen. Kohle und Eisen waren immer mit Observation auf der „Ruhr“ verbunden. Rohstofftransporte wurden organisatorisch beobachtet von Firmen, Polizei und Behörden. Oder denk mal an die Besatzungsmächte nach den Weltkriegen. Höchste Observation.
Die Beobachtung findet heute in der Freizeitwelt statt, auf deren Beobachtungstürme der Künstler anspielt. Schwimmen verboten, bzw. nicht empfohlen. Die Ansiedlung von Fischen, Vögeln, etwa Lachsen oder Reiher wird akribisch verfolgt.

Ich finde, der Künstler Thomas Klegin hat diese Aspekte angetippt und damit eine bedenkenswerte Ergänzung gegeben zu Loren mit den Aufschrift „Wiege des Ruhrbergbaus“ (Sprockhövel), zu Fördertürmen und dem Eisenweg im Industriemuseum. Ihr hättet seine Idee zumindest respektieren dürfen, statt mit Schlamm zu schmeißen.

03.08.2009
22:16
Neues Selbstverständnis
von Hattingergeist | #5

Frau Niemann möchte Sie die Dinge anpacken, denn so kenne sie es eben aus ihrem Beruf als Gastronomin. OK soll sie tun und wie das in der Gastronomie geht, wird sie wissen aber weiß sie auch, wie Sie das in der Politik machen möchten? Ich kann mir leider nicht vorstellen das einer Ihrer Chefs, so zum Beispiel der CDU-Partei- und Fraktionschef Gerhard Nörenberg sie einfach mal so alles anpacken lässt ohne das er es bewilligt.
Und dann hätten wir da auch noch die FDP mit Frau Ulrike Dieckmann als Vorsitzende, die will sicherlich auch noch gefragt werden.
Die kann den beiden ja schlecht ein Bier zapfen und gut ist. Die wollen da sicherlich auch was zu sagen oder nicht! So und bis Frau Niemann dann was anpackt, müssen sich CDU und FDP erst mal einig werden oder nicht !

Fragen von älteren Bürgern zielen häufig auf Themen wie das Pflaster auf der Heggerstraße oder den städtischen Verkehr. „Die Menschen wissen doch, was die wirklichen Probleme sind. Und das sagen sie mir auch – oft mit Vorschlägen zur Lösung”, erzählt Barbara Niemann.
Wenn Frau Niemann, mal zeit neben ihrer Gastronomie Kajere hat, dann schaut sie ja schon mal als Besucher bei den Ratsitzungen vorbei, was für sie sehr löblich ist, wenn sie aber aber auch mal nicht wie in Kino benehmen würde, dann hätte Sie sicherlich neben Ihren Keksen, Schokoriegeln und anderen Süßigkeiten mitbekommen wie Ihr Chef gegen die Umgestaltung der oberer Heggerstrasse war.

03.08.2009
19:02
Neues Selbstverständnis
von ich und ich | #4

@wahlfisch

lokaler Bezug von Kunst hat ein Kunsttor nicht, weil es Tor heißt.

Der Observer steht (stand) zwar Nahe am Kohlenweg, aber wurde von wenigen der Bezug zu diesen erkennbar.
Das ist ein Problem, vorallem wenn Kritiker niedergeschrieben werden.

Wenn ein Bezug sichtbar nicht vorhanden ist, muss man diesen erklären. Das schafft, wenn die Erklärungen verständlich sind, einen Bezug.

Nicht einfach was hinstellen sondern den Bürger mitnehmen. Ihn nicht als Kunstbanause beschreien, sondern erklären. Das geht nicht mit dem Vorwurf Kulturbanause. damit bringen sie viele in eine Ecke, in der die meisten Fragenden nicht stehen.

Warum also nicht im VORFELD mit den Bürgern sprechen, das ist doch genau das, was Frau Goch mal versprochen hatte...
@dusselbiene:

Mit Platitüden lassen sich allenfalls die ganz Dummen einfangen schreiben Sie.

Die drei sinnleeren Schlagworte von Frau Goch sind in meinen Augen nicht mehr, sogar noch weniger.

Und die wirtschaftlichen (Teil-)Erfolge gar Frau Goch zu zuschreiben ist absurd, da die damaligen, notwendigen Veränderungen (Henrichspark ) VOR ihrer Wahl und von Bundes- und Landesmittel geschaffen worden sind.

(Zur Sicherheit muß man ja hier noch schreiben:
Ich bin GEGEN Zerstörungen und Vandalismus, dies gilt auch für Kunst im öffentlichen Raum)

03.08.2009
17:57
Neues Selbstverständnis
von Buchhalter | #3

Es muss sich definitiv etwas ändern in Hattingen, und das geht nur mit Frau Niemann. Frau Goch hat Ihre Chance gehabt.

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