Neue Zumba-Lehrerin aus Peru

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Was wir bereits wissen
Kathye Edith Molina Benavente de Stork (31) leitet den am 6.Mai startenden Kursus an der Volkshochschule. Sie will Spaß und Lebensfreude vermitteln.

Hattingen..  „Die Musik erzählt Geschichten“, sagt Kathye Edith Molina Benavente de Stork. Und die fließen in die Choreografien ein, die sie mit jenen einstudiert, die sich mit Tanz fit halten möchten. Die gebürtige Peruanerin ist neue Leiterin des Zumba-Kurses an der Volkshochschule. Im Schnupperkursus, der am 6. Mai startet, sind noch Plätze frei.

Militärisch ernst und streng Schrittfolgen einzustudieren mit Ansagen wie „Jetzt, linkes Bein, rechtes Bein“, das ist nicht ihr Ding. Der 31-Jährigen geht es um Spaß und Lebensfreude. Und dabei wird dann auch noch der Körper trainiert. Gern baut sie lustige kleine Bewegungen ein, die zum Text der Musik passen.

Spaß hin, Spaß her, für Kathye Edith Molina Benavente de Stork ist das Tanzen aber mehr. Sie machte es zu ihrem Beruf, ließ sich an der Nationalen Hochschule für Folklore „José María Arguedas“ in Lima ausbilden. Sie hat als Tänzerin an Festivals teilgenommen, sich fortgebildet – u. a. beim peruanischen Bildungsverband für Psychomotorik, Bewegung und Therapie. Mit Kindern hat sie in Peru viel gearbeitet, war in ihrem Heimatland zuletzt Lehrerin für Folklore an der Deutschen Schule Alexander von Humboldt, an der die Schüler bilingual unterrichtet werden. Dort lernte sie ihren deutschen Mann kennen, kam so Ende 2013 nach Deutschland.

Seit Januar 2015 leitet sie eine Arbeitsgemeinschaft moderner Tanz an einer Sekundarschule, gibt privat in der Region Tanzunterricht, besucht eine Fortbildung Integrative Tanztherapie der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie. Und kam dann durch einen Zufall zur VHS Hattingen. „Unsere Zumba-Lehrerin wurde mitten im Kursus schwanger. Über eine VHS-Mitarbeiterin, die auch im Musikschul-Team von Peter Brand arbeitet, entstand der Kontakt“, erinnert sich Bernd Baumhold von der VHS. An die Musikschule hatte die 31-Jährige eine Initiativbewerbung geschrieben.

Die Leitung des laufenden Zumba-Kurses in Welper macht ihr Spaß. Besonders, wenn sie sieht, dass die Teilnehmerinnen danach mit einem Lächeln den Raum verlassen. Über den Mix der Musik macht sie sich viele Gedanken, zum Aufwärmen beispielsweise kann schon mal ein Pop-Song von Michael Jackson gut sein, danach kann es fröhlich weitergehen mit einem Lied, dessen Text zum Wackeln mit dem Popo auffordert – in einer Sprache aus Lateinamerika. „Ich mische Tänze wie Samba aus Brasilien, Festejo aus Peru oder Mapalé aus Kolumbien“, verrät die Tänzerin. Cumbia-, Salsa-, Merengue-, Flamenco-, Samba-, aber auch Hip-Hop-Rhythmen erklingen. „Die Tänze eignen sich gut, um Rücken, Körpermitte und das eigene Körpergefühl zu stärken“, erklärt sie. Und Bein- und Po-Muskeln haben sowieso gut zu tun. „Kaum jemand weiß, dass in den Tänzen auch afrikanische Einflüsse sind, denn es gibt in Lateinamerika viele Afrikaner“, ergänzt Kathye Edith Molina Benavente de Stork.

Sie freut sich über viele Kursteilnehmer, die in der Turnhalle an der Grünstraße mittanzen möchten.