Neue Ortsbürgermeister
05.10.2012 | 18:18 Uhr 2012-10-05T18:18:00+0200
Hattingen. Ortsvorsteher bringen als Ehrenbeamte weiterhin Blumen.
Sieben neue Beamte als Ortsbürgermeister – und das zu Zeiten, in denen gespart werden muss und Personal abgebaut wird. Wie das zusammengeht? Ganz einfach. Mit Ehrenbeamten. Zu solchen sollen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher ernannt werden. Und der Stadt eine halbe Personalstelle sparen.
Auf die Idee sind die Betreffenden selbst gekommen. Sie schultern freiwillig zusätzliche Arbeit, weil sie sonst keine Glückwünsche der Stadt mehr bei Alters – oder Ehejubiläen hätten überbringen dürfen. Diese Aufgabe finden sie aber sehr schön und möchten sie nicht missen, da sie überall sehr gut aufgenommen werden. Was die Stadt ebenfalls sehr schön findet. Denn die Kosten für die Blumen, die bei solchen Gelegenheiten überreicht werden, waren nicht das, „was uns Schwierigkeiten bereitet“, wie Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch jetzt dem Rat mitteilte.
Was aufwändig ist und Personalstunden frisst, sind Organisation und Vorbereitung der Besuche. Da muss man „unglaublich hinterher telefonieren“, so Goch. Mit Kindern der älteren Leute sprechen, Termine vereinbaren, „dann können sie doch nicht. Ein unglaublicher Aufwand.“ Alles in allem kommt so übers Jahr eine halbe Personalstelle zusammen. § 6 der Hauptsatzung regelt unter 2c, dass Ortsvorsteher Aufgaben repräsentativer Art in der Ortschaft im Einvernehmen mit dem Bürgermeister übernehmen. Goch hatte vorgeschlagen, das Aufgabenfeld sein zu lassen. „Nicht zu hoffen gewagt“ hätte Goch, dass Ortsvorsteher einen Großteil der Arbeit übernehmen, wofür die Hauptsatzung geändert wird für Ehrenbeamte.
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