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Rudern gegen Krebs I

Neue Lotsen für die Sport-Therapie

20.07.2015 | 09:00 Uhr
Neue Lotsen für die Sport-Therapie
Rudern gegen Krebs: Prof. Andreas Tromm (l.) und Dr. Helfried Waleczek (r.), hier mit Pflegemanager Marcus Fritz.Foto: Svenja Hanusch

„Sport und Krebs - Augusta bewegt“ heißt das Projekt, das dieAugusta-Kliniken mit dem Erlös aus der Benefiz-Regatta finanzieren wollen

Das wird ein Riesenspaß – und für den Erfolg der guten Sache kommen sie aus ganz Nordrhein-Westfalen an die Hattinger Ruhr: Hobby-Sportler aus Köln, Witten, Gevelsberg, Essen, Sprockhövel und Datteln sowie aus Hattingen und Bochum nehmen am 16. August an der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ teil. Mit ihrem Einsatz wollen fast 300 Ruderer helfen, die Lebensqualität von Krebspatienten durch Sport zu verbessern.

Die Meldeliste ist geschlossen, das absolute Maximum erreicht. „Wir haben einen ‚ausverkauften‘ Fluss‘“, meldet begeistert Chefkoordinator Mario Kleist, Verwaltungsleiter am EvK. „74 Boote sind angemeldet. Mehr geht nicht.“ Veranstalter ist die Stiftung „Leben mit Krebs“, Ausrichter sind die beiden Hattinger Rudervereine RV Blankenstein und Hattinger RV. Als Koordinator fungieren die Augusta Kliniken Bochum/Hattingen. Und die haben sich jetzt darauf festgelegt, was mit dem Erlös der Aktion geschehen soll. Erwartet wird ein fünfstelliger Betrag, der zweckgebunden in die Arbeit der Augusta-Kliniken fließt.

Keine Konkurrenz zur Selbsthilfe

Angestoßen werden soll mit dem Geld ein völlig neues Projekt. Es heißt „Sport und Krebs -- Augusta bewegt“ und setzt sich bewusst von dem ab, was in der Krebstherapie und –nachsorge bisher angeboten wird. „Wir wollen die Menschen an die Hand nehmen, mit Lotsen auf sie zugehen“, sagt Prof. Dirk Behringer, Chefarzt des Onkologischen Zentrums Augusta. In Einzelgesprächen soll herausgefunden werden, womit dem Patienten individuell geholfen werden kann. Führen werden diese Gespräche zwei neue Mitarbeiter, jeweils einer in den Bochumer Augusta-Kliniken und im Hattinger EvK. Der Regatta-Erlös ist als Anschubfinanzierung gedacht. Um das Bewegungs-Projekt langfristig in Bewegung zu halten, hofft Mario Kleist darauf, Hattingen als festen Standort für die Ruder-Aktion der Stiftung eta-blieren zu können. „Das haben andere Städte auch geschafft, ich bin zuversichtlich“, sagt der Evk-Verwaltungsleiter.

„Sport ist der Schlüssel für alle Stufen der Krebstherapie“, sagen Prof. Andreas Tromm (Innere Klinik) und Dr. Helfried Waleczek (Chirurgie) vom EvK. Ob nach der Diagnose, nach Strahlen- oder Chemotherapie – Sport hilft Kopf und Körper, löst Ängste und stärkt den Bewegungsapparat. „Wer im Kopf stabil ist, hält die Behandlung besser durch“, so die Chefärzte.

Die Lotsen sollen aktiv auf Betroffene zugehen, Bedürfnisse notieren, Therapiepläne erstellen. Eines sollen sie nicht: den Selbsthilfegruppen Konkurrenz machen.

Ulrich Laibacher

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2015-07-20 09:00
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