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Neue Flächen mit optimaler Nutzung

04.06.2012 | 18:00 Uhr
Neue Flächen mit optimaler Nutzung
Künstlerin Carmen Meiswinkel.Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool

Hattingen.  Das Küsterhaus in Blankenstein ist umgebaut worden und wurde mit einer Vernissage eingeweiht.

Knapp fünf Monate lang wurde im Küsterhaus in Blankenstein gehämmert, die Bohrmaschine drehte sich in die Wände. Das Fachwerkhaus neben der Kirche an der Burg wurde umgebaut. Ein neuer Eingang ist hinzugekommen, eine Treppe wurde etwas anders platziert. So sind zwei völlig abgetrennte Bereiche entstanden. Ein Zugang über die Küche ist aber noch möglich.

„Größtenteils haben wir die Arbeiten in Eigenregie geführt“, berichtet Pfarrer Hansjörg Federmann. Die Wände wurden neu gestrichen, nachdem die alte Treppe dort entfernt wurde. „Wir haben die einzelnen Bretter schon auf der oberen Etage gelagert, die nötigen Sachen geölt und dann hat eine Schreinerfirma den Rest angebracht“, sagt Federmann. Neben der Treppe schließt sich eine durchsichtige Glaswand an. Sie trennt nun den Küsterladen vom übrigen Haus. So können Gruppen oder Mieter, die die obere Etage benutzen, nicht durch den Laden gehen und sind ungestört.

Die elf ehrenamtlichen Helfer, die im Küsterladen arbeiten, und Mitglieder der Gemeinde haben beim Umbau mitgeholfen. Auch der kleine Laden selbst hat sich optisch verändert. Wo zuvor einzelne Schränke mit Büchern standen, ist jetzt ein durchgehendes Regal angebracht. „Dort haben wir sogar Platz, etwas zu verstauen, was vorher nicht so leicht möglich war“, freut sich Federmann. Über beide Flächen habe man so eine bessere Übersicht und kann sie optimal nutzen. „Durch die Glasscheibe kann man immer noch sehen, wer gerade die Treppe runterkommt. So stehen beide Räume noch in Verbindung miteinander“, sagt Federmann.

Am Sonntag wurde das neu umgebaute Küsterhaus mit einer Vernissage der Künstlerin Carmen Meiswinkel eingeweiht. Unter dem Titel „Das ewige Hier und Jetzt“ sind Gemälde mit Bezug zu historischen oder aktuellen Themen zu sehen. Meiswinkel schöpft in ihrem Werk aus vielfältigen Weltkulturen. „In meinen Grafiken setze ich mich mit der Situation des Menschen in der Gesellschaft auseinander“, sagt sie. Oft bringt sie dabei Doppeldeutigkeiten in ihre Werke.

Auf einem Gemälde ist ein in sich gerollter Stacheldraht zu sehen. Dunkle Tusche umhüllt ihn. An einer Stelle ist er offen und man kann dem Gewirr entfliehen. „Ich stelle immer den Kontrast zwischen Krise und Hoffnung dar“, erklärt Meiswinkel. Ein anderes Werk zeigt die Spirale des Lebens mit sämtlichen Worten, die in Form von unterschiedlichen Meinungen verfließen. Auch Intrigen treten dabei in der Spirale auf. Doch sie dreht sich immer weiter, genauso wie das Leben des Menschen.

Die Ausstellung läuft bis 8. Juli.

Hendrik Steimann



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