Neu: Gemeinschaftliche Grabanlage

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Katholischer Kirchenvorstand beschließt eine einheitliche Satzung für lle fünf katholischen Friedhöfe. Vorher hatte es vier diverse Satzungen gegeben.

Hattingen..  Für die fünf katholischen Friedhöfe in Hattingen gibt es nun eine neue, einheitliche Satzung, teilt Pastor Mirco Quint erfreut mit.

„Der fünfköpfige Friedhofsausschuss im Kirchenvorstand hat sich ein Jahr lang damit beschäftigt. Der Entwurf ist dann genehmigt worden. In diesem Monat tritt die Satzung in Kraft“, so Quint, der selbst Friedhofsausschussmitglied ist.

Zuvor hatte es vier verschiedene Satzungen gegeben. „Das lag daran, dass vorher unterschiedliche Pfarreien für die Friedhöfe zuständig waren. Als die Pfarreien dann vor acht Jahren zu einer zusammengelegt wurden, gab es eben diese unterschiedlichen Satzungen“, erklärt Quint. Unübersichtlich sei das gewesen – und habe viel Verwaltungsarbeit nach sich gezogen.

Unterschiedlich waren beispielsweise die Laufzeiten der Gräber. „Da gab es 25 oder 30 Jahre.“ In der neuen Satzung sind nun 30 Jahre festgeschrieben. „Das haben wir den städtischen und evangelischen Friedhöfen angepasst, so dass es jetzt in der Stadt, so weit ich weiß, einheitliche Laufzeiten gibt“, erörtert der Pastor.

Christliche Grundsätze

Die Gebühren sind nun auf allen katholischen Friedhöfen gleich. „Wichtig war uns, auch in dieser Satzung christliche Grundsätze zu betonen“, sagt Quint. Kolumbarien wird es nach wie vor nicht auf den katholischen Friedhöfen als Bestattungsform geben. Auch anonyme Bestattungen „wollen wir nicht. Wir möchten Orte zum Erinnern haben, das ist uns sehr wichtig“, sagt Quint. Wiesenflächen, in die Platten eingelassen sind, gibt es.

Neu ist eine gemeinschaftliche Grabanlage. „Die planen wir zunächst in Niederwenigern mit etwa 50 Liegeplätzen. Die Anlage ist gärtnerisch vorbereitet und schön gestaltet, die Angehörigen haben mit der Pflege dann nichts zu tun.“

Geregelt ist nun auch beispielsweise, dass bis zu 50 Prozent der Grabfläche mit einer Platte bedeckt sein dürfen. Bäume dürfen nicht höher als drei Meter sein. Bei den Gruften sollen Buchsbaumhecken oder andere Einfassungen für eine klare Grababgrenzung an den Seiten und hinten sorgen.

In Arbeit ist derzeit noch ein Flyer, in dem über die verschiedenen Begräbnisformen aufgeklärt wird. „Darin wollen wir aber beispielsweise auch verdeutlichen, was eine Beerdigung insgesamt mit Kaffeetrinken und allem kostet, damit die Menschen eine gute Orientierung haben“, erklärt Quint.