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Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende

14.06.2013 | 18:30 Uhr
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende

Hattingen.   Eis für alle. Ein Coesfelder Eisproduzent will Kindern in Hattingen 500 Kilogramm Eis spendieren. Einige Jungen und Mädchen durften vor wenigen Tagen nicht in einem Eiscafé auf dem Reschop-Platz sitzen, weil jeder nur eine Kugel Eis bestellen wollte. Das hat den Unternehmer maßlos geärgert.

In dieser Woche berichtete die Hattinger Zeitung darüber, dass eine Kindergruppe die Sitzplätze des Eiscafés auf dem Reschop-Platz nicht nutzen durfte, weil jeder nur eine Kugel Eis bestellen wollte. Der Geschäftsführer des Cafés entschuldigte sich und für den Kindergarten war das Thema erledigt. Nicht aber für Wolfgang Krämer. Der Coesfelder Eisproduzent hat sich in der Redaktion gemeldet und versprochen: „Ich komme mit 500 Kilogramm Eis und verschenke das an die Kinder.“

Ihn würde es maßlos ärgern, wenn Kinder abgewiesen werden, erklärt Krämer entrüstet. Deshalb will er nun nicht nur den betroffenen Kindern, sondern auch vielen anderen etwas Gutes tun. „Ich lasse die Sache nicht auf sich beruhen und ich setze meinen Kopf immer durch“, erklärt er lachend. Er, als „Mann der alten Schule“, finde Respekt und Höflichkeit wichtig. Krämer betreibt selbst seit zehn Jahren ein Eiscafé und kennt Vorkommnisse wie in Hattinger von anderen Eis-Geschäften.

Stadt Hattingen soll einen Termin für die Eis-Aktion finden

Als er also im Internet den WAZ-Artikel las, entstand die Idee. Nicht das erste Mal für Krämer, der bereits vor zwei Jahren 500 Kilogramm Eis an eine Kölner Ferienfreizeit spendete. „Und selbst, wenn es in Frankfurt passiert wäre, ich wäre hingefahren“, meint Krämer.

Nun ist es an der Stadt Hattingen, einen geeigneten Termin in den nächsten Wochen zu finden. „Es ist uns wichtig, dass die Spende auch dort ankommt, wo sie angebracht ist“, erläutert Stadtsprecherin Susanne Wegemann.

Unterdessen blieb auch Krämer nicht untätig: „Wir haben jetzt auch einen Holzofen, in dem wir Brot oder Plätzchen backen können und eine Spende von 500 Bratwürstchen habe ich zu 80 Prozent sicher.“ Fehlt nur noch ein Termin.

Sabine Weidemann



Kommentare
18.06.2013
13:07
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von bonafide | #11

ach die armen Unternehmer die den Sozialstaat tragen??
Und die armen Arbeitnehmer??
Wir dürfen zahlen und Unhöflichkeit akzeptieren?


Kurz, ein Eisdielenbesitzer der zukünftige Kunden verjagt, weil diese ein paar freie Plätze besetzen, wird pleite machen.
Die Kinder hätten max. 10 min gesessen und dann wären sie weg gewesen.
Wer seine Kunden nicht so behandelt wie er selbst behandelt werden möchte, sollte
sich nicht wundern, das er in der Kritik steht.

Diese Eisdiele hätte mit einer kleinen, selbstverständlichen Geste Freunde schaffen können. Dumm ist, mit einer ebenso kleine Geste hat der Besitzer gezeigt das er seine Kunden nicht respektiert.

Genial ist sein Kollege, der nutzr diese Dummeheit für seine Werbung und arbeitet so in seiner Heimtstadt an seinen guten Ruf.
500 kg Eis plus Zeit plus Fahrt sind gut investiertes Geld.

Es ist gut wenn "Unternehmer" wie der Hattinger Eisbudenbesitzer mal den Spiegel für kundenunfreudnliches Verhalten vorgehalten bekommen.

17.06.2013
12:45
Eiscafé ohne Seele
von drregrewz | #10

Zum Glück gibt es ja in Hattingen noch weitere Eiscafés wo man zukünftig mit den Kida hingehen kann.

17.06.2013
12:23
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von meine_meinung76 | #9

OMG jetzt haben wir eine 2 Klassen Gesellschaft.
Mal abgesehn davon darf dann jeder der sich keine Kugel Leisten kann auch rein setzen und ein Glas Kranwasser kostenlos trinken? Sorry aber dieser Vergleich hinkt.

Die Erzieher haben die Kinder "eingeladen" wahrscheinlich von einer Kasse die für solche Zwecke vorhanden ist.

17.06.2013
12:10
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von TimTom | #8

jeder soll sein Eis bekommen aber:

Draußen nur Kännchen!!!!

17.06.2013
11:24
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von ratenn | #7

Kommentare wie von "Volkesmaul" oder Dschidschi kann ich nicht verstehen.
Es gibt (oder zumindest gab es mal) so etwas wie Kundenpflege. Ich habe vor etlichen Jahren für einige Theatergruppen Technik gemacht, die sich gerade mal ein paar Scheinwerfer leisten konnten. Ich wurde aber von einer Weltfirma geanauso behandelt als ob ich Leiter eines Riesentheaters mit hunderten oder eines Mega Fernsehstudios wäre. Wurde genauso zu Vorführungen neuer Geräte oder Zubehör eingeladen, obwohl die Firma wußte das mit mir nur wenig Umsatz zu machen ist. Im Gegenteil, wenn ich mal Farbfolien bestellte, kamen sie meist umsonst an oder Leuchtmittel gab es für "die
armen Amateure" zum Sonderpreis.

Der Inhaber des Eiscafè hat auch reagiern können und den Kindern Eis spendieren können,um aus den Negativschlagzeilen zu kommen.

1 Antwort
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von KerryGold | #7-1

Absolut richtig. Man muss doch auch mal bedenken, dass es vielleicht in dieser Gruppe Kinder gab, die sich nur 1 Kugel Eis leisten konnten. Auch wenn das für einige hier schwer vorstellbar scheint. Wenn diese Kinder deshalb nicht am Tisch sitzen dürfen, haben wir eine Zwei-Klassen-Eisdiele. Kann ja auch nicht das Ziel sein...

17.06.2013
10:21
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von dschidschi5 | #6

Na, dann können ja alle zufrieden sein...
- die Betreuer, weil sie dem Kellner zeigen konnten, wer am "längeren Hebel sitzt" – Wie? Der möchte nicht für zehn Euro Umsatz zwanzig Mal hin- und herlaufen? Dem zeigen wir es aber, den bringen wir in die Zeitung....
- die Kinder, die Eis geschenkt bekommen
- der Unternehmer, der gute Werbung bekommt
Nur der Kellner bleibt auf der Strecke, aber der ist ja nur ein armer Eisschlepper....
Wie kann der es aber auch wagen, die "künftigen" Kunden so abzuweisen – schließlich haben sie mit Geld gewunken, da hat er gefälligst zu springen, oder nicht? Wer Geld hat, kann sich schließlich alles erlauben, nicht wahr?
Die Kinder haben auf jeden Fall etwas gelernt – will man etwas unbedingt haben, muss man nur genug Krach schlagen und ruft einfach mal die Zeitung an, die kümmern sich schon darum, dass man seinen Willen bekommt.....

11 Antworten
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von KerryGold | #6-1

Was haben Sie denn für ein verquertes Weltbild? Hier musste niemand "springen" und auch nicht "20x hin und her laufen". Auch diese Kinder sind Kunden. Einen Kunden misst man doch nicht an seinem Umsatz. Oder was halten Sie davon, wenn Sie demnächst im Mediamarkt nicht mehr beraten werden, weil Sie "nur" eine Kaffeemaschine und keinen Fernseher kaufen?

Die Bedienung von Kunden ist der Job des Kellners. So oder so hat er diesen zu erfüllen, dafür wird er bezahlt.

Die Kinder lernen hierbei höchstens eins: Wie unwichtig viele Leute Kinder leider heute sehen.

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von misterjones | #6-2

"...für zehn Euro Umsatz zwanzig Mal hin- und herlaufen"?

Für eine Eisdiele empfiehlt sich die Anschaffung eines Tabletts.

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von meine_meinung76 | #6-3

@Kerry Gold...

Falsch. MAn lernt immer wieder wie Eltern und Erzieher heute ein schlechtes Vorbild für Kinder sind. Das schlechte Bild der Kinder ist also eher ein schlechtes Bild der Erziehungsberechtigten.
In diesem Fall haben die Damen und Herren Erzieher so lange gehör gesucht bis man ihnen aus Mitleid Eis spendiert.
BRAVO!!!

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von KerryGold | #6-4

@ meine_meinung76

Ich denke es ging hier niemandem darum, gratis Eis zu bekommen. Aber es kann doch nicht sein, dass eine Gruppe Kinder dem Lokal verwiesen werden (bzw. ihnen Sitzmöglichkeiten verweigert werden), weil sie pro Person nur 1 Kugel Eis wünschen. Seit wann gibt es denn "Mindestbestellmengen" in einer Eisdiele?

Es gibt auch Kinder, die sich nicht mehr leisten können. Dürfen die deshalb nicht am Tisch sitzen?

Wo Sie hier ein schlechtes Vorbild seitens der Erzieher und Eltern erkennen wollen, erschließt sich mir nicht ganz...

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von misterjones | #6-5

"...bis man ihnen aus Mitleid Eis spendiert."

Soweit ich verstanden habe, wollten "die Damen und Herren Erzieher" doch eigentlich Eis kaufen wollen - was ihnen der Kellner verwehrt hat.

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von Codemancer | #6-6

Na, befürworten wir hier wieder mal indirekt die 2-Klassen-Gesellschaft? "Ab einem Mindestverzehr von 5€ darf gesessen werden, ansonsten geht weg!" - was für ein Bullshit.



Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von meine_meinung76 | #6-7

mittlerweile sollten doch jeder mitbekommen haben, dass niemand das Eis verweigert hat. Es wurde darum gebeten, das Eis "Auf die Hand" wie es im Volksmund heißt zu nehmen und es vor der Eisdiele auf den Sitzgelegenheiten zu verspeisen. Dies ist etwas normales und wird in der Regel von jedem Kunden auch eingesehen. Hier sind Kinder im Spiel und ein paar Erzieher die Vorbild sein sollten und schon eskaliert alles.

Diese ganze Aktion hier erinnert mich an dieses Facebookfoto "Wer hat zuerst falsch geparkt"

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von KerryGold | #6-8

@ 6-7:

Aber in erster Linie bin ich doch Kunde, der für eine Leistung Geld bezahlt hat. Warum darf ich dann nicht auf einem Sitzplatz meiner Wahl sitzen?

Sicherlich hat der Besitzer Hausrecht und kann dieses Ausüben, braucht sich danach über den "Shitstorm" aber nicht zu wundern. Immerhin sollte in der Gastronomie auch immer noch ein gewisser Servicegedanke an den Tag gelegt werden ...

"Dies ist etwas normales und wird in der Regel von jedem Kunden auch eingesehen."
von misterjones | #6-9

Zur Richtigstellung noch einmal ein Zitat aus dem ersten Artikel:

"Es sei natürlich völlig in Ordnung, wenn Kinder nur eine Kugel Eis bestellten. „Da habe ich nie etwas anderes gesagt“, unterstreicht der Venezia-Chef. Auch ältere Kunden bestellten oft nur eine Kugel Eis. Auf den Café-Stühlen sitzen dürfen sie trotzdem."

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von KerryGold | #6-10

@misterjones

Also warum wurde es ihnen dann verwehrt? Wenn der Besitzer das so sieht, sollte er vielleicht mal seinen Kellner zu einem Vier-Augen-Gespräch rufen ...

@KerryGold
von misterjones | #6-11

Wenn die Entschuldigung des Inhabers aufrichtig war, hat dieses Gespräch schon längst stattgefunden.

17.06.2013
10:21
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von meine_meinung76 | #5

Herr Krämer ist kein Eisproduzent sondern hat eine Eisdiele. Nur weil man da sein Eis
vielleicht selber macht heißt das noch nicht, dass man Produzent im eigentlichem Sinne ist.

So ergibt sich leider ein komplett anderes Bild. Es wird nicht einfach Eis gespendet, sondern eine Eisdiele aus einer anderen Stadt versaut allen Eidieslen für einen Tag das Geschäft.
Wieso muss die Stadt einen Termin finden? Wieso wird das Eis nicht nur an den Kinderg gespendet? Leider nur ein Werbeaktion

1 Antwort
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von misterjones | #5-1

Wer ist denn ein "Produzent im eigentlichem Sinne"? Ich dachte immer, das sei jemand, der etwas produziert, z.B. um es zu verkaufen. Da ich mich da wohl geirrt habe, klären Sie mich doch bitte auf!

17.06.2013
09:35
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von uwekause | #4

Wir durften unseren Kindern im Kindergarten keine Frühstücksbrote mit Marmelade und Nuss- Nugartcreme mitgeben, da Zucker ja ungesund ist. Nun müssen diese Armen Kinder eine halbe Tonne Eis essen, damit ein Unternehmer aus einer fernen Stadt mal in die Presse kommt.

Tolle Aktion!

17.06.2013
09:19
Falscher Nick
von K.J.Schmitz | #3

mit "VolkesMaul" hast du dir aber einen falschen Nick zugelegt. Ganz so dumm ist das Volk nun doch nicht.
Und merk dir mal auch Kinder (die nur eine Kugel Eis kaufen) sind Kunden und ein Unternehmer, der Kunden schlecht behandelt gehört boykottiert.

17.06.2013
08:56
Unternehmer sind immer die Dummen
von VolkesMaul | #2

Jetzt muss dieser Inhaber zu Kreuze kriechen, weil er nicht wollte, dass eine Horde Kinder mit je einer Eiskugel ihm sämtlich Plätze belegt hätte, die sonst für Kunden zur Verfügung gestanden hätten, die deutlich mehr verzehrt hätten. Bestraft und in diesem Fall moralisch verurteilt werden immer die Unternehmer, die ja bloß kein Geld verdienen dürfen, um mit ihren Steuern diesen Sozialstaat zu finanzieren.

3 Antworten
Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von wumbaboa | #2-1

Nur ist die "Horde Kinder" von heute die "Kunden... die deutlich mehr verzehrt hätten" von morgen! Und so weit sollte jeder Unternehmer denken. Ich verzichte gerne auf Geschäfte, in denen mehrere Kinder gleich als "Horde" gesehen werden.

Nach Rausschmiss aus Eis-Café bekommen Kinder Eis-Spende
von meine_meinung76 | #2-2

ja ja, die Horde aus der Krabbelgruppe weiß auch morgen noch, dass sie sich nicht in die Eisdiele setzen durfte sondern das Eis draussen essens sollte.
Wieso hat man das Eis eigentlich nicht draussen verzehrt wie jeder andere der nur 1-2 Kugeln will statt zur Zeitung zu gehen?

@VolkesMaul
von Codemancer | #2-3

Bitte nennen Sie sich um. Sie können und werden nie die Stimme (das Maul) des Volkes sein mit so einer herzlosen Meinung.

Dazu kommt: Das Wort "Sozialstaat" in den Mund nehmen aber keinerlei soziale Kompetenz aufweisen.

Dabei muss man sich gerade als Unternehmer mit Kindern gut stellen - dort steckt eine ganze Menge Potenzieller Kaufkraft.

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