Müllentsorgung am Wegesrand
19.07.2012 | 17:35 Uhr 2012-07-19T17:35:00+0200
Hattingen. Bürger klagen über unpassierbaren Fußweg und Rutschpartie auf Pflastersteinen.
Nach dem Erscheinen des Artikels „Hattingen hat Grün“ in der Hattinger Zeitung, haben uns weitere Leserzuschriften erreicht. Straßenbegleitgrün, so die offizielle Bezeichnung für das Gras und Unkraut auf Verkehrsinseln und am Straßenrand, ist offenbar ein Thema, das die Gemüter erhitzt.
So ärgert sich Familie Kletzing über den eigentlich „unpassierbaren Fußweg“ neben ihrem Haus in der Lahnstraße, der von dort in das nahe gelegene Wäldchen führt. Inge Kletzing (66) erzählt, dass sie diesen Weg, wenn überhaupt, dann nur mit langen Hosen und langen Ärmeln entlanggeht, weil er von Brennesseln und Knöterich überwuchert sei. Und nicht nur das.
Das Wäldchen werde ja schon lange als wilde Müllkippe missbraucht, berichtet sie. Die Menschen entsorgten in ihm neben ihrem Grünschnitt auch Autoreifen und Schranktüren. Doch inzwischen würden die Leute nicht einmal mehr bis dorthin gehen, sondern die Gartenabfälle gleich am Wegesrand, neben ihrem Grundstück, entsorgen.
„Dass Leute von irgendwoher ihr Grünzeug dahin schmeißen, das finde ich nicht gut“, sagt Kletzing, die bisher allerdings noch keinem Abfallsünder persönlich begegnet ist. Wahrscheinlich kommen sie nachts, wenn sie selbst nicht mehr draußen herumläuft, vermutet die Rentnerin. Früher habe ihr Mann, der inzwischen pflegebedürftig ist, sich öfter bei der Stadt beschwert oder selbst etwas unternommen. Jetzt hat ihre Tochter Klarissa Kletzing ein Beschwerdeschreiben an die Stadt geschickt. Ein richtiger Schritt, denn außer der Reihe, wird die Stadt von selbst meist nicht aktiv. Das bestätigt auch Thomas Griesohn-Pflieger, Pressesprecher der Stadt: „Wir haben ja hier keine Wildkrautstreife, die die Bürgersteige abklappert.“
Innerhalb der nächsten Tage sollte das Ehepaar Kletzing zumindest eine Antwort erhalten, denn so Griesohn-Pflieger: „Die E-Mail wird jetzt weitergeleitet und bearbeitet. Unser Ziel ist, dass Beschwerden innerhalb von einer Woche beantwortet werden.“ Nach der Beschwerde wird die Stadt nun aktiv. In den nächsten Wochen werde die Stadt alle Anwohner anschreiben und darauf hinweisen, dass eine Ablagerung jedweden Abfalls, auch des dort festgestellten Grünabfalls, nicht geduldet wird, so der Pressesprecher. Andere illegale Müllablagerungen würden von der Stadt bei Gelegenheit abgefahren.
Auch Peter Kösling hat sich zu einer Beschwerde entschlossen. In seiner Nachbarschaft in Niederwenigern gibt es einen gepflasterten Weg, der so sehr mit grünen Pflanzen übersät sei, dass er nicht nur ein optisches Problem darstelle, sondern bei Regen zu einer echten Gefahr werde, weil die Pflastersteine dann schnell zu einer „glatten Rutschpartie“ würden. Die Rede ist vom Verbindungsweg zwischen Florastraße und Byfanger Straße.
Die Stadt bestätigt, für die Reinigung dieses Verbindungsweges zuständig zu sein. Der Weg werde auch im Rahmen der satzungsgemäßen Reinigung einmal pro Monat durch die Kleinkehrmaschine befahren, so Griesohn-Pflieger. Bei der nächsten Fahrt, die in Kürze anstehe, „ist die Kleinkehrmaschine auch mit der sogenannten Wildkrautbürste bestückt und wird die Wildkräuter und das Moos auf dem Weg beseitigen“, verspricht er. Die Hecke allerdings, die in den Gehweg hinein wuchere, gehöre zu einem Privatgrundstück. Die Stadt werde den Eigentümer nun aber dazu auffordern, für einen Rückschnitt Sorge zu tragen.
Auf die Zuständigkeiten kommt es an
Die Beseitigung von störendem Grün ist nicht nur eine Kosten- und Personalfrage. Es kommt auch darauf an wer zuständig ist. So seien Hauseigentümer nicht nur im Winter dafür verantwortlich, dass der Gehweg vor ihrem Grundstück frei von Eis sei. Auch im Sommer haben sie dafür Sorge zu tragen, dass der Gehweg gefahrlos passierbar sei, so Griesohn-Pflieger, Pressesprecher der Stadt. Kommen die Eigentümer dieser Pflicht nicht nach, so würden sie dazu aufgefordert.
Auch nicht alle Straßen liegen im Aufgabengebiet der Stadt. Für Landesstraßen und damit auch für die Verkehrsinseln, die sich auf diesen befinden, etwa an der Kreuzung Nierenhofer Straße /Isenbergstraße, ist das Land zuständig. Trotzdem werde die Stadt in Einzelfällen selbst aktiv, um „ein gleichmäßiges Stadtbild zu erreichen“, so Griesohn-Pflieger. Und das obwohl die Stadt nach eigenen Aussagen das sogenannte Straßenbegleitgrün nur ein bis zwei Mal im Jahr beseitigt, während Straßen-NRW angibt grundsätzlich zwei Schnitte im Jahr zu machen: Und, so Michael Overmayer von Straßen-NRW: „Wenn es wirklich eng wird, gehen wir auch dreimal rüber“. Zudem gebe es einmal in der Woche eine Streckenkontrolle auf den Landesstraßen, die mögliche Verkehrsbehinderungen bemerken würde. Allerdings, so schränkt er ein, könne es schon passieren, dass der Streckenkontrolle aufgrund der Perspektive (von der Straße aus) entgehe, wo etwa eine unübersichtliche Einfahrt sei. Auch hier hilft eine Beschwerde etwa bei der zuständigen Straßenmeisterei in Schwelm.
23:54
Wie kann das denn nur sein ????? Dabei soll Hattingen doch sauber sein. In einer Stadt in der Bürger die ordnungsgemäß ihren Müll entsorgen auf jede nur erdenklich Art gegängelt werden. Wie z.B. der Müll kann nur Montags Freitags und Samstags entsorgt werden sonst muss man ins 40 km entfernte Witten zur Umladestation fahren.
Gelbe Säcke???? Die gibt es nur gegen Gutschein, wohlgemerkt 1 Gutschein pro Familie und pro Jahr. Oder gegen Personalausweis am Walzwerk. Wie soll denn Oma Piepenbrink zum Walzwerk kommen ??? Und wenn sie es dann doch geschafft hat kann sie ohne Säcke wieder von dannen ziehen weil sie ihren Personalausweis vergessen hat.
Man bezahlt für jeden Grünen Punkt als Verbraucher eine Gebühr mit dem die Entsorgung finanziert wird und dann muss man noch den Gelben Säcken hinterherrennen.
Man sollte seinen Müll den man nicht wirklich problemlos los wird vielleicht einfach im Rathaus abladen dann ist Hattingen bestimmt sauberer.