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Modenschau auf vier Pfoten

23.09.2012 | 19:10 Uhr
Modenschau auf vier Pfoten
Hundedame Dina präsentiert einen Mantel für die kalte Jahreszeit auf dem Laufsteg.Foto: Manfred Sander

Hattingen.   Auf dem zweiten Dog’s Day drehte sich alles um den Hund – Fotoshooting inklusive

Es ist eine etwas andere Modenschau. Statt auf einem roten, laufen die Models über einen grünen Teppich – und das nicht auf Higheels, sondern auf vier Pfoten . Denn beim zweiten Dog’s Day auf dem Gelände des Autohauses Hantke in Holthausen wurde – passend zum Wechsel der Jahreszeit – die neuste Mode für Vierbeiner präsentiert. „Der Trend geht in diesem Jahr ganz klar zurück zur Natur, sowohl farblich als auch materiell“, erklärt Simone Hinz (40). Dabei sei es vor allem wichtig, dass die Mode für den Hund funktionell ist und vor der Witterung schützt. Damit in der kalten Jahreszeit alte oder kranke Hunde ihre Körperwärme nicht verlieren, gibt es spezielle Mäntel für die Tiere – Hundedame Dina, ein Mischling aus Deutscher Dogge und Boxer, präsentiert so einen Mantel auf dem Laufsteg.

Geduld und der richtige Blick

Doch auch optische Hingucker sind auf dem Laufsteg zu finden. Passend zum Oktoberfest führt die Labradorhündin Emma ein Halsband vor, das wie eine Tracht aus Filz und Sattelleder besteht und kleine Edelweiß-Stecker als Details eingearbeitet hat. Nachdem die Models mit ihren Frauchen zweimal den Laufsteg auf und ab gelaufen sind, werden sie mit einem Leckerli belohnt. Wie im echten Leben gehört zum Model-Beruf aber auch das Posieren vor der Kamera. Diesen Job hat am Samstag der professionelle Tierfotograf Ekkehard Jandke übernommen, der die Tiere vor allem in ihrem natürlichen Lebensraum fotografiert. „Man muss viel Geduld mitbringen und den Blick für den richtigen Augenblick haben“, so der Tierfotograf. Angelika Falke hat sich entschieden, ihren Hund Caspare, den sie im Januar aus dem Tierheim geholt hat, für ein Fotobuch ablichten zu lassen. „Für mich ist das eine sehr schöne Erinnerung“, sagt die dreifache Hundebesitzerin. Ekkehard Jandke hat sich für das Foto einen besonderen Platz ausgesucht – ein kleines Biotop am Rand des Autohausgelände. „Die graue Fellfarbe passt gut zum grünen Hintergrund“, erklärt der Fotograf und wartet noch einige Minuten darauf, dass sich die Sonne zwischen den Wolken zeigt.

Autobahn statt Laufsteg

Unter den vielen verschiedenen Hunden gibt es einen, der vor allem wegen seiner Größe aus der Masse heraus sticht. Der sechs-jährige Urwis, eine Deutsche Dogge, misst stolze 83 Zentimeter und würde mit seinen langen Beinen die Modelmaße perfekt erfüllen. Trotzdem würde sich der Rüde auf Grund seines Freiheitsdrangs auch nicht unbedingt gut auf einem Laufsteg machen – „denn er hat schon einmal die komplette A42 für zwei Stunden lahmgelegt“, erzählt die Besitzerin. Dies geschah, nachdem die Familie den Rüde vom alten Besitzer abgeholt hatte und auf einem Rastplatz eine Pause einlegte. „Mein Mann wollte Urwiss noch einmal ausführen bevor es mit der Fahrt weiterging und dieser stürmte, wahrscheinlich weil alles noch so neu und fremd für ihn war, ängstlich auf die Autobahn“, so Saskia Rösel. Zum Glück wurde bei dieser stürmischen Aktion niemand verletzt. Und mittlerweile sei Urwis, dessen Name ursprünglich aus dem Polnischen kommt und „frecher Junge“ bedeutet, ganz lieb und anhänglich geworden.

Lisa Flieger


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