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Mit Geländewagen nach Gambia

20.02.2009 | 18:21 Uhr

Ehrenamtliche der Projekthilfe Dritte Welt fahren mit acht Autos in die Hattinger Buschklinik.Nach ihrem Weg durch die Wüste helfen sie in Jahaly bei der Renovierung des Krankenhauses

Bleibt der Geländewagen bei der Tour in der Wüste stecken, müssen alle anpacken. Wie schon hier bei einer der früheren Fahrten, buddeln sie dann das Auto aus. Foto: privat

Acht Geländewagen, 20 Reisende und 7000 Kilometer: Die Mitstreiter der Projekthilfe Dritte Welt packen ihre Koffer und fahren nach Gambia. Darunter Hattinger Krankenpfleger, Polizisten, Erzieher und Hausmeister. In sechs Tagen starten sie. Ihr Ziel ist das Dorf Jahaly mit dem Hattinger Buschkrankenhaus, in dem jährlich rund 22 000 Patienten behandelt werden. Zum Hilfsprojekt gehört auch der Kindergarten für 240 Mädchen und Jungen und drei Gärten für die ländliche Bevölkerung, die dort Gemüse anbaut.

"Der humanitäre Konvoi ist unsere vierte Fahrt dieser Art", sagt Matthias Ketteler, Krankenpfleger und einer der Ehrenamtlichen. Unter den Autos ist ein umgerüsteter Multivan mit Allradantrieb, der in Afrika für Krankentransporte genutzt werden soll. Zwei Geländewagen bleiben der Projekthilfe erhalten. Fünf versteigern die Helfer, um das Geld in Klinik, Kindergarten und Gärten zu stecken. Jetzt machen sie die Fahrzeuge erstmal wüstentauglich, damit die Ölwannen zum Beispiel vor Felsen geschützt sind.

"Bei den letzten Fahrten hatten wir insgesamt vier Pannen", sagt Ketteler. Die Maschinen seien auf der Tour das Problem, nicht die Menschen, wie man befürchten könnte. Denn auf ihrer Strecke umfahren sie den gefährlichsten Landteil Westafrikas: das Dreiländereck Mauretanien, Algerien und Mali. "Dort entführen Tuareg-Rebellen immer wieder Touristen", erklärt der Krankenpfleger. Aber für ihren Konvoi sieht er keine Gefahr: Sie wollen die Küste nicht verlassen und sich etwa 1000 Kilometer von dem bedenklichen Gebiet fernhalten.

Auf einem anderen Teilstück darf die Gruppe nicht von der Strecke abweichen. Denn das Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien sei völlig vermint. Zunächst führt sie ihre Tour über Paris nach Madrid, dann nach Marokko. In Marrakesch ist Halbzeit: 3500 Kilometer. Über Agadir geht es in die West-Sahara, 2000 Kilometer später steht die Einreise in Mauretanien und eine Übernachtung an. Weiter fahren sie durch den Sand der Sahara, in den Senegal und über Dakar. "Wir wissen, dass wir nicht nur Geschick beim Fahren brauchen, sondern auch beim Umgang mit Schaufeln und Sandblechen", sagt der Ketteler.

Die Buschklinik wollen sie nach zwölf Tagen erreichen. Dort helfen sie bei der Renovierung, bevor es für die Helfer nach insgesamt drei Wochen wieder Richtung Hattingen geht. Mit dem Flugzeug. sag Reisebericht online: www.buschklinik.de; Abfahrt: 27. Februar, 15 Uhr, am Rathaus

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