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24 Stunden Spaß im Bad

Mit Badehose Polonäse tanzen

06.02.2011 | 15:05 Uhr

Hattingen. Schnuppertauchen und Toben im Wasser – zum neunten Mal hieß es im Hallenbad „24 Stunden Spaß im Bad“.

„Mama, komm!“, und schon drängelt sich der kleine Junge an der Hand ins Becken. Hinauf geht’s auf die schwimmende Rutsche, auf dem Bauch zurück ins Wasser – und er lacht über das ganze Gesicht.

Im Hallenbad Holthausen hieß es am Wochenende: „24 Stunden Spaß im Bad“. Die DLRG Hattingen-Süd freut sich über 650 Badegäste. Durchgehend Programm für Jung und Alt: Während um vier Uhr in der Nacht fünf Schwimmer im Alter von 25 Jahren bei leiser Musik entspannen, tanzte eine lange Reihe fröhlicher Kinder zehn Stunden zuvor Polonäse quer um den Beckenrand und durch die Umkleidekabinen hindurch. Um sieben Uhr morgens zogen die Frühaufsteher ihre Bahnen. Freudig kreischen die Mädchen und Jungen dann wieder am Sonntagvormittag. Bunte Bälle fliegen durch die Luft, Kinder tauchen, drehen sich auf Luftmatratzen: Plantschen, spritzen, toben im Wasser.

Mutter Susi Thanheiser (38) gönnt sich mit ihrer achtjährigen Tochter eine kurze Pause. Emily nascht einen Schokokeks und sieht der aufgeweckten Menge einen Moment nur vom Rand aus zu. Doch lange dauert die Auszeit nicht. Emily springt zurück ins Wasser und schwimmt so schnell wie eine kleine Nixe im Meer. Mutter Susi Thanheiser: „Wir gehen am Wochenende oft ins Hallenbad. Heute gibt es für die Kinder so viele tolle Spielgeräte. Außerdem macht die Musik gute Laune.“ Laut laufen Pop- und Rockmusik und aktuelle Hits zum Mitsingen und Tanzen. Dazu hüpfen und springen ein paar Mädchen im Wasser auf und ab. Auffällig viele Väter und Opas spielen mit den Kindern im Becken. „Heute kümmere ich mich um unsere Tochter und meine Frau ruht sich zu Hause aus“, sagt Marc Mangel (41). Einen Tag mit Papi findet Melina (7) super.

Eine abgesperrte Bahn gehört heute dem Deutschen Unterwasser Club: Schnuppertauchen für Anfänger. Mit einer großen Sauerstoffflasche taucht Tonia (13) ab. Die Flossen bewegen sich langsam, immer tiefer gleitet sie zum Grund. Dort unten wirft sie ihrer Freundin einen Ring zu. „Die Geräusche der Oberfläche hört man fast gar nicht mehr unter Wasser, nur den eigenem Atem“, beschreibt sie das Gefühl beim Tauchen.

Marc Hammacher (44) von der DLRG Hattingen-Süd sieht zu. „Auch in diesem Jahr gab es keine Unfälle“, sagt er, „das bedeutet: neun Jahre Spaß ohne ernsthafte Verletzungen.“ Der Dank gilt den Rettungsschwimmern, die alle ehrenamtlich den Überblick über die tobende Meute im Wasser behalten. Alles hat gut geklappt und Marc Hammacher überlegt sich, für das zehnjährige Bestehen im nächsten Jahr ein besonderes Programm. Dann gehört das Schwimmbad für mehrere Stunden wieder den Kindern.

Lene Lemmer

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