Microsoft fördert das Hattinger Berufskolleg

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Als eine von nur sechs deutschen Schulen nimmt die Schule an einem Förderprogramm teil. In dem Online-Speicher können Schüler und Lehrer gemeinsam arbeiten und kommunizieren.

Hattingen..  Das Berufskolleg Hattingen ist als eine von sechs Schulen aus Deutschland von der Firma Microsoft für ein Förderprogramm ausgewählt worden. Damit erhalten die Schüler über ein Online-Programm zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten. Und die Schule einen guten Ruf.

Durch den Einsatz der modernen Technologie wird die Schule unterstützt: Das Programm hat verschiedene Funktionen wie die Textverarbeitung, die Vorbereitung von Präsentationen oder eine Ablagefläche für Verlinkungen und Bilder. „Es ist ein Beispiel dafür, wie Technologie eingesetzt werden kann, um die Schülerinnen und Schüler auf das 21. Jahrhundert vorzubereiten“, erklärt Ulrich Sawade von Microsoft. Er glaubt, dass dadurch auch Reformprozesse im Bildungssystem angestoßen werden können.

Lehrer können Lernprozess sehen

Anstelle von Tafeln nutzen die Schüler einen Online-Speicher. So können sie einfacher an gemeinsamen Projekten arbeiten. „Wir haben dadurch einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Standorten“, freut sich David Grafvenor, Lehrer an der Berufsschule und zertifizierter Bildungsexperte von Microsoft.

Und so funktioniert es: Jeder Schüler erhält Zugriff auf ein Software-Paket, das auch auf dem privaten Computer genutzt werden kann. Über den Online-Speicher, der auch als Cloud (deutsch: Wolke) bezeichnet wird, ist das Sichern und der Zugriff auf Daten von verschiedenen Rechnern aus möglich. „Lehrer können so sehen, welche Quellen Schüler benutzen, um eine Aufgabe vorzubereiten. Sie sehen nicht nur das Ergebnis, sondern verfolgen den gesamten Prozess.“ In einem Kurs werden beispielsweise gerade Rezepte erstellt und besprochen – alles über die Daten-Wolke im Internet.

Zudem wird die Kommunikation, die über Chats funktioniert, verbessert. „Das finde ich sehr wichtig. Sie funktioniert zwischen den Schülern, Schülern und Lehrern und Lehrern untereinander“, zeigt sich Schulleiter Holger Hoffmann begeistert. Er will seine Schüler ganz gezielt auf das Berufsleben vorbereiten. „Oftmals sind heute Office-Kenntnisse gefordert, die wir trainieren und die Selbstständigkeit fördern“, erklärt er. Dadurch steige auch das Ansehen des Kollegs.

Durch die Onlineablage mit unbegrenztem Speicherplatz müssen die Schüler weniger Materialien mitbringen. Die Daten sind sicher und gehen nicht so schnell verloren. Microsoft arbeitet nach deutschem Sicherheitsstandard. „Die Daten sind sicherer als auf einer Festplatte“, weiß David Grafvenor. Jede Klasse hat übrigens im Online-Speicher einen eigenen Bereich und nicht jede Datei kann beliebig von jedem verändert werden.

In Zukunft erhält das Berufskolleg alle Aktualisierungen, die für den Speicher vorgenommen werden. Unterstützung in Form von neuem Computern bietet Microsoft der Schule dagegen nicht.