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Südstadtfest

Menschen rücken näher zusammen

22.05.2011 | 18:49 Uhr
Menschen rücken näher zusammen
Die ganze Südstadt feierte beim Straßenfest mit. Im Bild sind Timo (14) und Tanju (13) beim Torwand-Schießen.

Hattingen. Südstadt will ein richtiger Stadtteil Hattingens werden. Stadtteilfest legt den Grundstein.

Neugierig drängen sich die Zuschauer um den Stand, versuchen einen Blick auf die Modelleisenbahn zu erhaschen, nebenan lockt der Bratwurstgeruch Hungrige an den Grill, gegenüber stehen die Kleinen beim Kinderschminken am Kosmetikstand Schlange, im Gemeindesaal führen Schüler der Grundschule Bruchfeld das Musical „Augustine“ auf: Hochbetrieb auf der Uhlandstraße in der Südstadt - hier findet an diesem Nachmittag zum ersten Mal das Südstadtfest statt.

„Wir möchten die Südstadt als Stadtteil, den es ja offiziell überhaupt nicht gibt, weiterentwickeln und die Gemeinschaft hier vor Ort stärken“, erklärt Gemeindepfarrer Frank Schulte und fügt hinzu: „Viele neue Anwohner sind in den letzten Jahren in unseren Stadtteil gezogen. Das Fest bietet auch die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen“. Daher setzt sich die Südstadt zwischen Mitte und Niederbonsfeld an diesem Wochenende zum ersten Mal mit Unterhaltung für Jung und Alt in Szene. Auch Christel Oldenburg vom Familienzentrum Südstadt ist von Idee und Umsetzung des ersten Südstadtfestes begeistert. „Ich hoffe, dass die Nachbarn hier im Stadtteil durch das Fest näher zusammenrücken und wir dadurch beispielsweise auch mögliches Konfliktpotenzial verringern können“, überlegt sie.

Mit der Resonanz am Nachmittag ist Oldenburg sehr zufrieden: „Der Zulauf ist bis jetzt super“. Ab 14 Uhr unterhalten insgesamt 30 verschiedene Initiativen, Vereine und auch Privatleute die Anwohner im Stadtteil: Kindertageseinrichtungen, die Gemeinde, Pflegebüros, Künstler, Selbsthilfegruppen, Parteien, die Feuerwehr oder die HWG beraten die Gäste an ihren Straßenständen auf der Uhlandstraße. Das offizielle Festprogramm endet um 18 Uhr, anschließend spielt die Band „Feedback“, diese spendet ihre Einnahmen für einen guten Zweck im Stadtteil. „Um spätestens 22 Uhr müssen wir dann endgültig Schluss machen“, bemerkt Frank Schulte und grinst. Für die Veranstaltung in der Südstadt wird im Vorfeld nicht nur die Uhlandstraße zwischen Droste-Hülshoff-Straße und Herderstraße bis zum Abend gesperrt, sondern auch eigens eine Buslinie umgelegt. Ein Stadtteilfest in der Südstadt könnte es in Zukunft öfter geben

Juliane Benkel

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Kommentare
24.05.2011
01:38
Menschen rücken näher zusammen
von Nie_wieder | #5

Auch sehr hübsch ist es, wenn vor einem Haus mit Schmuddel-Fassade und verschimmelt wirkender Balkone alte Kerle auf rostigen Stühlchen samt Logenblick zur Straße fast schon gröhlend hocken und die Kannen kreisen lassen. Wehe aber, wenn dann einer der Saufkumpanen das Stillleben in flüssig Gerste verläßt und sich in die Büsche (womöglich noch zum Wasserlassen) schleicht oder gar volltrunken zu Muttern in die Hütte traut: Dann wird über den gelästert, was die vom Alk zersetzten grauen Zellen der noch dasitzenden Trinker noch so zulassen.

Wenn einem solche Nachbarschaft widerfährt, ist das nur noch `ne Flasche Billigfusel auf ex zur eigenen Betäubung wert. Deshalb: Nachbarn - nein, danke!

23.05.2011
16:38
Menschen rücken näher zusammen
von Nie_wieder | #4

Nachbarschaftsfeste - nein danke. Denn in dem ach so ehrenwerten Haus an der Essener Straße soll der Streit sich weiter zugespitzt haben. Angeblich soll nun auch noch der gemobbte Hausbewohner telefonisch bedroht werden. Auch soll inzwischen die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses des Schlitzers gefordert worden sein.

Das soll zu verhindern gewesen sein, heißt es, wenn die zuständige Hausverwaltung mit Sitz in Wuppertal, rechtzeitig - wie angeblich gefordert - eingegriffen hätte. Nun dürfte wohl auch der Hausfrieden völlig zerrüttet sein in diesem ehrenwerten Haus an der Essener Straße im so friedfertigen Niederwenigern.

23.05.2011
13:40
Menschen rücken näher zusammen
von koresh | #3

Ein tolles Fest wurde da von vielen Menschen und Organisationen auf die Beine gestellt. Ausgesprochen angenehmer Straßenfestcharme.
Mir hat es gut gefallen.
Und das Ruhebedürfnis ab 22.00 Uhr respektiere ich gerne.

23.05.2011
06:36
Menschen rücken näher zusammen
von ruhrblicker | #2

Denken Sie nicht, dass die Südstadt da anders wäre. Es liegt an den Menschen. Und wenn bei einem Stadtteilfest bereits um 22 Uhr (mit einem Grinsen) bei guter Musik die Lampen ausgehen müssen, spricht dies für mich Bände. Ach ja, das Landhaus G. an der Ruhr habe ich noch weit später gehört. War wahrscheinlich stimmungsvoller und vor allem nachbarschaftlicher (Ironisch).

Viele Grüße vom Berg.

22.05.2011
19:53
Menschen rücken näher zusammen
von Nie_wieder | #1

Besser keine Nachbarn, als solche von denen man sich in Niederwenigern erzählt: In einem Mehrfamilienhaus an der Essener Straße tobt offenbar der pure Nachbarschaftsstreit. Seit nunmehr vier Wochen wird dort ständig die Polizei gerufen, u. a. weil dort nachts angeblich laute Parties gefeiert werden, Heimhandwerker sehr gerne und nur allzu oft die Bohrer in die Wände drücken oder lustvoll in den Wohnungen hämmern sollen - selbst an Karfreitag; bevorzugt aber an Wochenenden und nach Arbeitsschluss am frühen Abend. Nun soll gar ein Hausbewohner einem Nachbarn damit im Hausflur gedroht haben, diesen von oben bis unten aufzuschlitzen, ein anderer versucht haben, mit den Worten: Sie haben Angst. Sie haben doch Angst ? in eine Wohnung einzudringen. In diesem ehrenwerten Haus sollen inzwischen verbal injurien zum täglichen Umgangston gehören, selbst vor der Erfindung einer Strafanzeige wegen angeblicher Beleidigung sei nicht zurückgeschreckt worden.

Auslöser des eskalierten Nachbarschaftsstreites, der nun schon mehrere Anzeigen zur Folge hatte: einem Hausbewohner sollen die zwei Einkaufstüten Müll des anderen zuviel gewesen sein, nachdem bei der Stadt kurzerhand und ohne Information der Hausbewohner eine Mülltonne abbestellt worden sein soll. Die Hausverwaltung indes soll sich beharrlich geweigert haben, den eskalierenden Streit schlichten zu wollen.

Wenn man von solcher Wildwestmanier beim häuslichen Zusammenleben hört, möchte man besser nie Nachbarn haben. Der beste Schutz vor solchen: diesen von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Und sich von Festen wie in der Südstadt gleich fernzuhalten. Denn selbst der netteste Zeitgenosse wird nicht in Frieden wohnen können, wenn`s den bösen Nachbarn nicht gefällt...

Die schlimme G`schicht aus einem ehrenwerten Haus im angeblich so friedfertigen Niederwenigern gibt dem Sprichwort leider abermals eine traurige, aber sehr zutreffende Berechtigung...

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