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Integrationsrat

Maillmann tritt zurück

27.08.2012 | 22:00 Uhr
Maillmann tritt zurück
Alessandra MaillmannFoto: UK

Hattingen.  „Das bringt nichts“, sagt die 52-Jährige über den Integrationsrat, der heute ihre Nachfolge regelt.

Für Integration wird sich Alessandra Maillmann auch weiter einsetzen – aber nicht mehr im Integrationsrat: „Ich habe mir das lange genug angeschaut. Das bringt nichts.“ Da die 52-Jährige das Handtuch geworfen hat, wählt das Gremium bei der Sitzung am heutigen Dienstag ab 17 Uhr im Kleinen Sitzungssaal im Rathaus jemanden, der den stellvertretenden Vorsitz übernimmt.

Die Italienerin – „ich bin gegen Lobbyismus“ – hat versucht über den Tellerrand zu schauen und für alle etwas zu bewegen. Sie hat Zeit investiert, wollte etwas bewirken zum Wohl aller und ist enttäuscht, dass das ihrer Ansicht nach nicht geklappt hat. „Wir haben alle Probleme“, sagt die fünffache Mutter mit Kindern zwischen 14 und 26 Jahren. Sie will keinem auf die Füße treten, sieht sich aber mit zu viel Bürokratie konfrontiert und zu wenig Verständnis dafür, dass beispielsweise „italienische Kinder in der Schule dieselben Probleme haben wie türkische“. Bei Förderprogrammen kämen aber nicht alle gleichermaßen zum Zug.

Unabhängig von der Herkunft will die Frau, die auch der Partei Die Linke den Rücken gekehrt hat, Probleme angehen. Schön und gut, wenn sich heute im Integrationsrat jemand von der Arbeitsagentur vorstelle, der Entwurf des Schulentwicklungsplanes zur Kenntnis genommen wird. Sie will handeln, statt nur zu reden und zur Kenntnis zu nehmen. Indem sie Menschen hilft. Ihr schwebt eine Art soziale Auffangstation vor: „Ich brauche keine Ämter.“ Sie will lieber etwas tun.

Brigitte Ulitschka


Kommentare
30.08.2012
11:21
Maillmann tritt zurück
von Finnole | #1

Und die Menschen, die Ämter haben, tun nichts? Finde ich ein bisschen einfach gestrickt. Ich kann den Frust, den Frau Maillmann bewogen hat, ihr Amt niederzulegen, gut nachvollziehen. Ich denke, jede(r), der schon einmal ein (ehrenamtliches) Amt bekleidet hat, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Aber den letzten Satz des Artikels finde ich anmaßend in die Richtung derer, der sich engagieren statt nur zu meckern.

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