Mai-Kundgebung ohne Metaller
14.04.2010 | 18:49 Uhr 2010-04-14T18:49:00+0200
Hattingen. Der IG-Metall-Bevollmächtigte Otto König spricht über die Entscheidung, mit der Veranstaltung nach Gevelsberg zu gehen.
DGB und IG Metall rufen zur Mai-Kundgebung in Gevelsberg auf. Wird es keine mehr in Hattingen geben?
Otto König: Die IG Metall konzentriert sich auf die Veranstaltung in Gevelsberg, weil es politisch sinnvoll ist, Kräfte zu bündeln. Das Motto heißt: Wir gehen vor! Gute Arbeit – gerechte Löhne – starker Sozialstaat. Denn die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet. Der Sozialstaat muss diese Gerechtigkeitslücke schließen. Wir verurteilen die Klientel-Politik der schwarz-gelben Bundesregierung. Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung müssen energisch bekämpft werden. Die Einführung von Mindestlöhnen ist dringend notwendig.
War das ein spontaner Entschluss, den Traditionsort Hattingen für die Kundgebung aufzugeben?
Nein, es gingen lange Überlegungen der IG Metall voraus. Eine Kundgebung mit vielen Leuten halten wir für sinnvoller und der größte Teil der Metallbetriebe ist heute ohnehin in Ennepetal angesiedelt. In Hattingen gibt es noch eine Handvoll Betriebe mit bis zu 200 Mitarbeitern wie O&K Antriebstechnik, Köppern, Reuschling oder Stüwe. Die rufen wir auf, gemeinsam mit den Kollegen in Gevelsberg teilzunehmen.
Jetzt folgt Verdi als Veranstalter der Mai-Kundgebung in Hattingen?
Das ist nur konsequent, wenn Verdi einsteigt. Das müssen wir neidvoll anerkennen. Denn der größte Teil der Beschäftigten gehört heute zu Branchen wie Versicherungen, ist in Kliniken oder im Öffentlichen Dienst tätig.
19:26
Wichtig zu bemerken:
Bei der Planung hat sich keiner von der CDU, FDP oder von den Grünen beteiligt.
Wollte ich nur mal sagen. Ist mir nur mal so aufgefallen. Wahrscheinlich passt ein rechts ausgerichtetes Weltbild nicht zu den Forderungen der Veranstalter:
Gute Arbeit, gerechter Lohn, starker Sozialstaat!
Mit dunkelroten Grüßen