Löschzug Welper ist 80 Jahre im Einsatz

Spektakuläre Feuerwalze: Beim Tag der offenen Tür zum 80-jährigen Bestehen zeigte der Löschzug Welper die Gefahren einer Fettexplosion.
Spektakuläre Feuerwalze: Beim Tag der offenen Tür zum 80-jährigen Bestehen zeigte der Löschzug Welper die Gefahren einer Fettexplosion.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
1935 wurde der Löschzug in Welper mit nur acht Mann gegründet. 37 Jahre später hatte er die erste Jugendfeuerwehr im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Hattingen..  Acht Männer und eine eher bescheidene Ausrüstung: So begann die Geschichte des Löschzuges in Welper. Die ist nun schon 80 Jahre alt und seitdem hat sich viel verändert. Am Wochenende wurde der runde Geburtstag gefeiert.

Die Geschichte des Löschzuges beginnt 1935. „In diesem Jahr wurde der Löschzug gegründet“, erzählt Sprecher Jens Herkströter. Lediglich acht Männer waren damals aktiv und die Hälfte davon brauchte man allein, um die Tragkraftspritze zu bewegen, eine tragbare motorbetriebene Feuerlöschpumpe, die damals zur Brandbekämpfung benutzt wurde. „Man kann sagen, dass der Löschzug in seinen Anfangsjahren lediglich einen Minimalstandart an Ausrüstungsgegenständen besessen hat.“

Nicht einmal ein Gerätehaus habe es gegeben, das Material wurde in einer kleinen Garage verstaut. Damals befand sich der Sitz der Wache noch an der Friedensstraße. Erst Ende der 1960er Jahre zog der Löschzug mit dem Bau seiner ersten Halle an seinen heutigen Standort an der Marxstraße. 1984 musste eine zweite Halle gebaut werden – für die immer größer werdenden Dienstfahrzeuge.

„Damals nahmen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute häufig ihre Kinder mit zu Übungen und zu Sitzungen, weil diese sich für das Engagement der Eltern teilweise sehr interessierten.“ Doch auch wenn sich die Ehrenamtlichen über die Anteilnahme ihres Nachwuchses freuten, die Konzentration unter den Beteiligten litt zunehmend unter den Besuchen. So wurde 1972 vom Löschzug Welper die erste Jugendfeuerwehr im EN-Kreis gegründet, so dass die Kinder selbst aktiv werden konnten.

Heute sind neben den 30 aktiven und 15 Ehrenmitgliedern der Wehr rund 20 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Welper und Blankenstein tätig. Auch sie hatten etwas für den Tag der offenen Tür vorbereitet. „Wir simulieren einen Einsatz an einer Pkw-Unfallstelle“, sagt Lukas Hagemann. Der Elfjährige ist seit einem Jahr in der Jugendfeuerwehr. „Ein Auto ist in eine Garage gefahren und es gibt eine Brandentwicklung im Motorraum. Wir müssen die Person bergen und den Brand so schnell es geht löschen.“ An zwei Nachmittagen hätten sich seine Kameraden und er auf die Übung vorbereitet.

Anlässlich des runden Geburtstages wurde außerdem eine Fettexplosion gezeigt – ein spannendes Kapital der Brandschutzerziehung. „Und erstmals haben wir in Kooperation mit den örtlichen Kirchengemeinden auch einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert“, schildert Herkströter.