Ruhrlights
Lichtkunst mit Ruhrdeutsch
06.09.2010 | 17:05 Uhr 2010-09-06T17:05:00+0200
Hattingen. Andreas M. Kaufmann gibt „Dem Ort seine Sprache“ – am Freitag auf einer alten Mauer an der Ruhr.
Mit einer Aschbombe wird die Lichtkunst in Hattingen nicht aufklatschen. Die Vokabel hat Andreas M. Kaufmann herausgenommen aus dem Text, den er künstlerisch verarbeitet hat. Er wird die Steinwand auf dem Gelände des Industriemuseums überziehen.
Die Wirkung, die vom Hattinger Ruhrlicht ausgeht, soll dennoch ebenso breit ausfallen wie die Wasserverdrängung des Springers, der mit dem Hinterteil aufkommt. Einmal, was ihre Wirkung in die Zukunft angeht. Zum anderen im Hinblick auf die Vernetzung mit anderen Lichtkunst-Spielorten.
Die Eröffnung am kommenden Freitag bezeichnet Walter Ollenik als Hattinger Höhepunkt im zweiten Halbjahr Kulturhauptstadt. An sieben Spielorten zwischen Hagen und Duisburg wird nacheinander internationale Lichtkunst geboten. Mittendrin leuchtet Hattingen auf. Auf dem Regattaturm am Essener Baldeneysee ticken schon Uhren anders als gewohnt. In Hagen hatte sich der Schwimmkörper verformt, weshalb am morgigen Mittwoch an Land eröffnet wird. Die Termine am 10. September liegen so, dass man sie nacheinander abarbeiten kann. Erst in Bochum um 19 Uhr Yves Netzhammers Lichtkunst an der Sternwarte genießen. Und ab 19.30 Uhr dann an der Steinwand nahe der Henrichshütte mit viel Livemusik am Wasser feiern. Die Projektion an der Wand beginnt gegen 21 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit.
Von dort aus lässt sich aber auch bequem bis zur Sternwarte blicken. Davon hat sich Kuratorin Dr. Dinkla, die das Programm für „Ruhrlights. Twilight Zone“ gestern im Rathaus vorstellte, bei Proben vor Ort überzeugt. Sie lobte die gute Kooperation. Die Vorbereitungen hatten vor eineinhalb Jahren begonnen.
Kaufmann gibt „Dem Ort seine Sprache“. Eine sehr direkte, die sich wandelt im Lauf der Zeit. Er holt sie aus dem Ruhrgebietslexikon von Werner Boschmann und „beschreibt“ die historische Stützmauer an der alten Ruhr mit Lichtprojektionen.
Das Projekt steht in direktem Zusammenhang mit dem Wittener, bei dem Kaufmann Begriffe aus der Ruhrgebietssprache in die Umrisse von Ruine Hardenstein packt. Der erste Teil des Lexikons ist Witten vorbehalten mit den Buchstaben von A bis P, Wörter mit den hinteren Anfangsbuchstaben wandern auf die Hattinger Mauer. Ob brasseln oder Kappes, Herz-Jesu-Süppchen oder etepetete: Sie werden in neue Zusammenhänge gestellt.
Im Licht der Kunst soll die 90 Meter lange historische Bruchsteinwand ganz leicht werden. Eine Brücke schlagen von der Vergangenheit in die Zukunft. So wie Ruhrdeutsch kein festgeschriebener Zustand ist, wie Sprache und Orte sich verändern, so sorgen auch die Projektionen für immer neue Eindrücke, die durch Besucher und Bäume immer neu gemischt werden.
Die Projektoren behält die Stadt. Und ist damit gerüstet für Folgeprojekte. Mit 35 000 Euro liegen die Kosten 5000 über der Kalkulation. Die Stadt konnte nicht an Straßenlaternen anknüpfen, weil die Spannung nicht reichte. Mit einem Generator liefert das THW zehn Tage Strom. Es gibt einen Sponsor, so Ollenik. Für die Stadt bleibe „ein relativ geringer Eigenanteil. Der Effekt sei um ein Vielfaches größer als die Kosten. In denen ist alles drin. Nicht nur Kunst, auch die Bewachung“.
00:12
Das wahrlich teure Ruhrlight am späten Abend könnte tatsächlich sinnlos an der Bruchsteinwand verglühen.
Denn auf der Ruhr schwimmen um diese Zeit recht wenig Schiffe; auch der Linienverkehr der VER fährt um diese Zeit das Gelände nicht mehr an. Dafür sorgte ausgerechnet dieser Kulturbanause Brux, der nämlich die Spätfahrten kurzerhand zur Henrichshütte der einstigen Linie 335 mit einem Federstrich in seiner Eigenschaft als Landfürst hoheitlich beendete.
Doch diese Kleinigkeiten ficht den tapferen Kulturwart Ollenik ergeben seiner Chefin, die niemals ein Licht unter einen Scheffel stellen würde. Wohl auch deshalb wird nun trotzdem der Hüttenpark voll bestrahlt.
Man stelle sich vor: Eine wundervolle Hattinger Herbstnacht im Lichterglanz der Ruhr 2010 - und niemand sieht es. Nur unser Walter, dieser pfundige Kulturobmann, dieses helle Köpfchen Ollenik besitzt doch tatsächlich die Chuzpe zu dieser anmaßenden These: Der Effekt ist um ein Vielfaches höher als die Kosten.
Was für eine Aussage. Damit hat sich dieser wackere Gesell nun wahrlich für die Beförderung zum lebenden Stadttor qualifiziert. Natürlich angestrahlt, damit auch wirklich jeder sieht, was für tolle Tore doch diese Statt-Verwaltung hat....
16:02
Jedes Jahr werden Milliarden für Rüstung, nutzlose Politiker und deren Dienstwagen und andere völlig überflüssige Dinge verplempert. Da regt sich kein Schwein drüber auf. Wenn hier für etwas was vielen Menschen Freude macht ein paar Tausend ausgegeben werden, regen sich die Hilfssherriffs die sich hier vor mir verewigt haben auf als wenn ihnen jemand die Butter vom Brötchen klaut.Regt euch mal über wichtige Dinge auf!
15:02
Hey kalter Spieler
Aus welcher Deckung schreiben Sie denn heraus ?
Wahrscheinlich mit dem Unterschied, dass ich oft genug im T o l l h a u s vorstellig werde. So auch bei der Recherche der Zahlen für das neue Mauerlicht.
Und ob Sie es glauben wollen oder nicht: Mir geht es wirklich um die Schüler, die Jugendlichen, die Feuerwehrleute. Mir geht es wirklich um eine l(i)ebenswerte Stadt die für den Bürger da ist und nicht diese nicht abzockt, damit einige wenige sich selbst beschenken können, wie es derzeit im Zeichen dieses Kulturwahnsinns geschieht.
Was haben die Menschen denn von diesen Stadttoren, die außer teuer, nun wirklich nutzlos sind, Schüler aber in Schulen lernen müssen, in denen sie sich ekeln, weil zum beispiel die Toilettenanlagen jahrelang nicht mehr repariert wurden. Oder der Amtsschimmel nicht nur wieher, sondern regelrecht grassiert.
Gleich ob in den schulen, der feuerwache, dem Stadtarchiv: der Amtsschimmel wächst und gedeiht in dieser Stadt, weil unfähige Leute ihn pflegen. Eher wird noch ein Stadttor aufgestellt, eine Mauer sinnlos angestrahlt, ehe auch nur eine vernünftige Maßnahme ergriffen wird, die Immobilien, die sich im besitz dieser Stadt befinden, vor dem endgültigen verfall zu schützen. Diese Schuldenmeisterin hält Stadttore für innovativ - nicht Bildung, nicht Jugendbetreuung; nein tote hässliche Stadttore.
So bestimmen inzwischen Torheiten über das Ach und Wehe der Bürger. Und Sie, kalter Spieler, Sie machen mich aus der Deckung an ohne zu wissen, welche Schritte ich wo noch unternommen habe. Und von daher weiß ich, dass ich eben mit meiner Ansicht nicht allein dastehe.
Selbstredend kann ich sehr wohl andere Meinungen und Sichtweisen akzeptieren. Verschwendung von Steuergeldern und Bürger-Abzocke indes nicht. Oder lassen Sie sich gern ausrauben ?
14:20
Mann, Zecke, legen Sie doch bloß die moralische POSE ab, die Sie hier so selbstgefällig einnehmen möchten! Als ob es Ihnen hier um zum Beispiel um die Feuerwehrleute ginge - die werden doch von Ihnen nur benutzt, um hier ihr ewig wiederkehrenden Tiraden loszuwerden. Als ob es Ihnen um Schüler und Jugendliche ginge. Als ob es Ihnen ums Altstadtfest ginge. Alles nur Show!
Wenn Sie tatsächlich so beseelt sind davon, Hattingen auf den richtigen Weg zu bringen, dann kommen Sie doch aus dem Hinterhalt und bringen Sie Ihre Ideen mal öffentlich ein. In Versammlungen, in Diskussionsrunden. Aber eben da liegt ja das Problem: SIE dulden keine anderen Meinungen. Sie verunglimpfen lieber. Sie pfeifen darauf, dass manche Probleme eben ein bisschen komplexer sind und - zum Beispiel - nicht mal eben durch eine Senkung der Parkgebühren gelöst werden können. Und nicht mal dadurch, dass man in Hattingen ALLE Lichter, nicht nur die an der Stadtmauer ausschaltet. Nein - Argumente, das ist nicht Ihre Sache. Lieber ergehen Sie sich in Halbwahrheiten und pauschalen Anklagen gegen wen auch immer. Denn wer keine fremden Sichtweisen und Meinungen akzeptieren will, der kann nicht anders, der MUSS den Schutz der Anonymität suchen. Etwas anderes wollen Sie ja auch gar nicht. Und wahrscheinlich können Sie es auch nicht.
12:43
Hey, kalter Spieler:
Wo ist Ihre Coolness geblieben ?
Was bitteschön hat es mit Brauntönen zu tun, wenn angeprangert wird, dass eine Schandesregierung ernsthaft sparende und weitsichtig wirtschaftende Kommune wie beispielsweise Langenfeld, Breckerfeld und Co zur Ader lässt, um solch verschwendungssüchtige Städte wie beispielsweise dieses KuKaHa durchbringen zu müssen. Wieso müssen die Langenfelder nun auch für die Unfähigkeit der Kommunalpolitiker hier leiden, die sie nicht einmal abwählen können ????
Und warum sollte es sinnvoll sein, im Herbst am Abend eine Mauer an der Ruhr für den relativ geringen Eigenanteil (Ollenik) von stattlichen 11 600 € zu beleuchten; aber die Brandwehrmänner in einem aoszialen Loch hausen lässt, weil man für eine ordentliche Wache kein Geld hat ? Wohl aber für einen Büchergrill, der diesen städtischen Etat jährlich mit 250 000 € belastet ? Ohne Personalkosten, Heizkosten, Stromkosten, Reinigungskosten. Die kommen noch auf diese Summe drauf!!!!!!
Finden Sie sich endlich mit der Realität ab, dass innerhalb dieser Stadtmauern rücksichtlose Verschwender am Werk sind, die allenfalls mit Steuergeld! sich selbst beschenken; nicht aber die Bürger. Die nämlich müssen für diesen Irrsinn höhere Parkgebühren, höhere Gebühren für Dienstelsitungen dieser personell aufgeblähten Verwaltung (es eine der Teuersten von NRW!!!) bezahlen. Denn diese unsere Schuldenmeisterin hätte durchaus auf die Wiederbesetzung der Dezernentenstelle für Kultur verzichten und damit jährlich weit über 100 000 € einsparen können. Doch das wollte die Pleite-Daggi und Ihr Hofsta(a)dt-Gefolge partout nicht.
Und da nun mal auch meine Steuergelder, mühsam erarbeitet, in dieser Stadt verplempert, verschwendet, sinnlos verprasst werden, erlaube ich mir deftig auszuteilen. Denn es ist nicht einzusehen, dass eine paar wenige eine ganze Stadt zioelstrebig an die Wand fahren und dann - wie der garantiert gegelt talentfreie Kassenwart lautstark in WAZ und Stadtspiegel mit Unschuldsmiene krakelte - , schuld an der Finanz-Misere seien doch nur die Schulden.
Wer hat die denn gemacht ? Und wodurch sind die entstanden ? Richtig. Zum Beispiel durch sinnlose Licht-Bestrahlung einer Mauer nahe eines Flusses am Abend im Herbst. Wem bitteschön, soll dieser Unfug nutzen ?
Vielleicht - kalter Spieler - sollten Sie mal daran denken. dieZecke spiegelt nur, was sich diese Stadt an Missständen erdreistet zu erlauben. Wenn das Ihr Ärger sein sollte, dann sollten Sie nicht auf dieZecke nicht mit Brauntönen verbal eindreschen, sondern ebenfalls Ihre Kritik an die Dilettantinger im T o l l h a u s dieses KuKaHa richten. Da nämlich wäre sie wahrlich angebracht. Und jetzt gehen Sie einfach mal mit offenen Augen durch die Stadt und schauen Sie endlich an, was hier schon lange nicht mehr funzt, weil man im T o l l h a u s zu einem Höhenflug angesetzt hat, der längst zu einem kommunalpolitischen H ö l l e n t r i p geworden ist. Auf der Strecke geblieben sind schon jetzt: Schüler, Jugendliche, Feuerwehrmänner, Autofahrer...
11:04
@Cold Player: Meine volle Zustimmung zu Ihren Postings. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen...
10:51
Zecke, interessant ist doch, dass Sie zu ALLEM Sachkenntnis besitzen... vom Nebenstraßen-Schlagloch über Bildungsfragen bis hin zur Feuerwache. Und natürlich kennen Sie sich vor allem in kulturellen Fragen bestens aus, denn keiner kann so genau beurteilen wie Sie, welche Art von Kultur diese Stadt braucht und welche nicht. Und dann sind da noch die Finanzfragen als Ihr absolutes Fachgebiet: Sie und nur Sie allein wissen, wann wo an welchen Dingen gespart werden muss. Zecke, kommen Sie doch endlich runter vom Strauch und kandidieren Sie für den Rat. Oder lieber gleich fürs Bürgermeisteramt? Oder Papst? Denn solche Experten braucht Hattingen und die Welt, keine Frage. Dann könnten Sie sogar das in die Unterlagen dieser Kommune reinschreiben lassen, was richtig ist.
Übrigens: Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Wer hier so austeilt wie Sie, sollte den weinerlichen Tonfall (die Brauntöne verbitte ich mir aber...) gleich wieder abstellen. Auf ne grobe Zecke gehört nunmal ein grober Keil.
10:45
Kalter Spieler, hier habe ich noch ein PS
Ich habe übrigens nachgefragt, wie hoch denn nun der laut Ollenik relativ geringe Eigenanteil an diesem überflüssigsten Lichtspektakel diesseits der Erdkugel nun wirklich ist: Es handelt sich dabei um die stattliche Summe von 11 600 €- in Worten elftausendsechshundert -. Wohl gemerkt diesen betrag - 11 600 Euronen - verplempert, verprasst, verschleudert, verschwendet man angesichts des kulturellen Vollrausches im T o l l h a u s für Lichterspiele an einer Mauer an der Ruhr.
Und diesen Betrag nennt Ollenik einen relativ geringen Eigenanteil. Mein Gott, Walter. Wann lernt dieser Mann samt seiner talentfreien Scheffin endlich rechnen ?
Da vergammeln Schulen, weiss die Stadt nicht wie sie die Straßen reparieren soll, müssen sich Brandwehrmänner in einer verfallenden Feuerwache ekeln - und unsere Schuldenmeisterin macht einen auf Lichtspiele!
Nur im T o l l h a u s dieses KuKaHa mag der Pleite-Daggi und ihrem Hofsta(a)dt immer noch kein Licht aufgehen.
Herr Regierungspräsident, wann endlich schreiten Sie gemäß der Haushaltssicherung ein und beenden Sie diesen Wahnsinn der puren Geldverschwendung, bevor ernsthaft noch die Bürger in so sparsamen und weise wirtschaftenden Städte wie zum Beispiel Langenfeld auch noch für die das verantwortungslose Finanzgebahren in dieser Stadt gerade stehen muss! Unfassbar, was in dieser Republik alles möglich ist!
Noch eine Frage an die WAZ: Warum hat die Verfasserin des Artiokels Ulitschka bei Ollenik nicht nachgefasst ? Oder sollen jetzt die Leser schon die Recherchearbeit der Redakteure übernehmen ?
09:48
Cold Player
Dreist, zu welchen Behauptungen Sie sich hier so aufschwingen, ohne mich näher zu kennen. Geschenkt.
Wer defitg einschenkt, wie diese Stadtfuzzis hier, der muss auch ein deftiges Menü ertragen können.
Ihre brauntöne verbitte ich mir nach wie vor; ebenso Ihren Hinweis auf profssionelle Hilfe. Die bedürfen offenbar Sie, wenn Sie derartige anmaßende Beiträge niedertippseln, ohne Autoren-Kenntnisse zu sein.
Übrigens: Die Sachkenntnis beziehe ich in der rehgel aus Unterlagen dieser Kommune. Und ich erlaube mir auch nachzuforschen!! Im Gegensatz zu Ihnen kalter Spieler....
09:18
Das Ärgerliche an der ganzen Lichtkunst-Geschichte ist doch mal wieder, dass es keine genauen Angaben über die Kosten / Mehrkosten für die Stadt gibt und dass die Sinnhaftigkeit der ausgewählten Ruhrgebietswörter für Hattingen wenig einleuchtet . Abgesehen davon empfinde ich das Ruhr 2010-Denglish mal wieder extrem störend: Ruhrlights . Twilight Zone. Kurzum: alles höchst zwielichtig.