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Kulturhauptstadt

Licht und Engel

18.10.2011 | 18:03 Uhr
Licht und Engel

Hattingen.   Vieles bleibt auch nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010, in dem Hattingen fast alle Pläne umgesetzt hat

Das Kulturhauptstadtjahr war ein Knaller, in dem ein Event das andere jagte – und anschließend geht kulturell das Licht aus, weil kein Geld mehr da ist? Gerade was die Beleuchtung angeht, geht Hattingen auch weiterhin ein Licht auf. Als bleibender Bestandteil, nachhaltiges Element, nächtliche Beleuchtung der Innenstadt.

Licht in der Altstadt bleibt. Aber auch andere sichtbare Zeichen wie Stadttore. Hattingen wurde sogar zur Stadt der Engel, auch wenn sie sich „ante portas“ niedergelassen haben. Darüber hinaus sind Netzwerke entstanden, die vorher nicht existierten und die jetzt weiterarbeiten, etwa zum Märkischen Museum Witten, wie der Kulturhauptstadtbeauftragte Walter Ollenik unterstreicht.

Walter Ollenik, Leiter des Fachbereichs Weiterbildung und Kultur der Stadt Hattingen. Foto Thomas Schild

Dabei fing das Jahr recht unterkühlt an. „Die Kulturhauptstadt trotzt Schnee und Kälte. Wo das geht, geht alles“, heißt es zum Auftakt auf Zollverein. In Hattingen geht nicht alles. Aber fast. Insgesamt ist Ollenik auch über ein Dreivierteljahr danach zufrieden. „Mit ganz wenigen Ausnahmen haben wir alles gemacht“, sagt er. Blättert Hattingen Ruhr.2010 durch. Das Projektbuch. Den Rückblick.

Nun gut. Glühende Kohlen rollten nicht von der Isenburg ins Ruhrtal. Die waren aber auch schon als Vision beschrieben worden und dass sie wohl nie Realität werden. Dafür gab es Schachtzeichen. Die eventuell wiederholt werden sollen. Und sicher fortgeführt werde das Fest im Gethmannschen Garten. Neue Traditionen seien entstanden, eine gewisse Nachhaltigkeit.

Die höchste Adventskerze über dem Ruhrtal leuchtete nicht von Burg Blankenstein. Der Torturm sollte sich mit dem Wald des Irrgartens zum großen Adventsgesteck der Kulturhauptstadt verbinden. Doch das Vorhaben scheiterte an den technischen Möglichkeiten.

Persönlich findet Ollenik die Veränderung der Altstadt herausragend. Die Beleuchtung der Stadtmauer. Die Tore. Licht in der Altstadt, das sehr stark vom Land gefördert worden sei. Das erhöhe die Aufenthaltsqualität. Schlage sich nieder in erhöhten Besucherzahlen. Sei wichtig für die Wirtschaft. Die Stadtmauer ist zwar nicht die ganze Nacht beleuchtet. „Zwischen 1 und 5 fahren vielleicht fünf Autos vorbei“, schätzt Ollenik. In der Zeit davor aber wird Aufmerksamkeit geweckt. Die Hattingen 2010 reichlich bekam.

Vergänglich war die Twilight Zone, die bei den Ruhrlights im September über Hattingen hereinbrach und „Dem Ort seine Sprache“ gab. Thomas Klegins „Observer“ am alten Ruhrarm auch, der beschädigt wurde. Ganz im Gegensatz zu anderer Kunst im öffentlichen Raum.

Kunst und Kultur seien wichtig, unterstreicht Ollenik. Ohne sich mit der Stadt in Italien vergleichen zu wollen: „Florenz lebt davon, was in der Vergangenheit geschaffen wurde. Da führ’ doch keiner hin, wenn da nichts stände.“

In Hattingen stand viel auf dem Kulturhauptstadtprogramm. Isenburg-Monumentalgemälde, Helden, Kulturwandern, Licht- und Wasserspiele, Falken, Filz auf dem Laufsteg, ein historischer Ritt, Beteiligung an Still-Leben auf der A 40, Vogelfestival oder Bürgerfest zum 100. Rathausgeburtstag. Mehrsprachige Flyer. Und auch künftig können Bürger sagen: „Wir treffen uns an den Engeln.“

Brigitte Ulitschka

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Kommentare
20.10.2011
12:41
Licht und Engel
von Finnole | #6

So ein Blödsinn. Wir treffen uns unter den Engeln... Hattingen ist nicht Florenz... Oh Hilfe. Leicht größenwahnsinnig.
Und ich stimme dasujochri voll und ganz zu. Besser kann man einen Kommentar nicht formulieren. Fakten würden mich auch interessieren, keine philosophischen Ausflüge Richtung Florenz.

19.10.2011
20:53
Licht und Engel
von Nie_wieder | #5

Mein Gott Walter, jetzt träöumt der Olle nick auch noch vom Ruhr-Firenze und glaubt Florenz sei Hattingen.

Kein Wunder, dass diese Stadt Pleite ist bei solchen Figuren in Daggis Hexenhäuschen. Kriegen nicht einmal einen ordentlichen Belag auf die Straße am Busbahnhof und träumen davon, einmal Kulturgeschichte wie Florenz zu machen.

Wer rüttelt diese weggetretenen Kulturfetischisten endlich wach ? Dieser Stadt droht die Pleite und Daggis Puschenträger setzen allein auf große gelbe Bälle und 600 Meter beleuchtete Mauer und ein paar überflüssige Torheiten in der Altstadt. Wann endlich gehen die Hattinger auf die Stra0e, um diese Dummschwätzer und Tunichtgute aus dem Rathaus zu verjagen, damit es dieser Stadt nicht genauso ergeht, wie Griechenland ????????!!!!!!!!.

19.10.2011
15:43
Licht und Engel
von trainermike | #4

Jetzt wird schon die Weltstadt Hattingen mit Florenz verglichen.... Muhahaha !!!

19.10.2011
13:07
Licht und Engel
von Vattaheinrich | #3

Besser eine Stadtmauerbeleuchtung als gar keine Beleuchtung. Außerdem muß man ja auch nicht vor die Tür wenns dunkel ist und ein bisschen Kultur kann ja auch nicht schaden.

18.10.2011
23:35
Licht und Engel
von dasujochri | #2

...geht (kulturell) das Licht aus, weil kein Geld mehr da ist?

JA:
Die Verwaltung spart, und schaltet Straßenbeleuchtung aus....
...Angst, Unsicherheit, ein ungutes Gefühl auf vormals beleuchteten Straßen und Wegen, besonders für Frauen.

Aber die Stadtmauer leuchtet! Danke hierfür!
(Kosten hierfür jährlich: 6.000 Euro!!)

Und:
Florenz lebt davon, was in der Vergangenheit geschaffen wurde

JA:
Hattingen auch!
Hattingen ist für Touristen ersteinmal Altstadt und romatischer Flair!

Nicht Lichterprojektionen der Vergangenheit für über 20.000 Euro (Ruhrpott-Wörter im Hüttenpark), nicht die Twilight Zone(?), die dem „Dem Ort seine Sprache“ GAB(!!!)...
...nicht sonstiger, von nur Wenigen besuchter Firlefanz....

Nein:
Hattingen hat Qualitäten, die Touristen anziehen, dies ist aber bestimmt nicht die teuer erkaufte, Folgekosten verursachende Stadtmauerbeleuchtung!

Und mal ganz ehrlich:
Ich kenne KEINEN Hattinger, geschwiege den einen Nicht-Hattinger, der sich unter den Engeln verabredet!!

Wünsche und Träume sind keine Fakten!
Wunschdenken keine Begründung für Fehler der Vergangenheit!

Was bleibt von den exorbitanten Kosten der vergänglichen Aktionen zur Kulturhauptstadt?

Wirklich nichts, was heute noch wirkt, oder?

Wenn doch, bitte ich um Fakten, nicht um Phantasien. Danke hierfür, wenn möglich!

18.10.2011
21:37
Licht und Engel
von zauberlehrer | #1

Für diesen TOLLEN Sachen wird immer mehr Personal ausgenutzt indem aus Geldmangel , kein Personal mehr eingestellt werden kann ( darf ) weil der einzelne Arbeiter der Langzeit krank ist und in der Liste als anwesend geführt wird ist diesen Seeselvurzern ja egal ( unkenntnis/ gleichgültigkeit ) . Hauptsache die Presse ist positiv !!

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