Leser: Hattinger Ruhrbrücke Ursache für Schäden an Bahnen

Eine Straßenbahn des Typs NF6D an der Haltestelle Hattingen Mitte. Samstags fahren Bahnen diesen Typs über die Ruhrtalbrücke.
Eine Straßenbahn des Typs NF6D an der Haltestelle Hattingen Mitte. Samstags fahren Bahnen diesen Typs über die Ruhrtalbrücke.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Bogestra erkennt kein Problem an der Stelle. Die Linie 308 fährt ab Sonntag wieder bis Hattingen.

Hattingen..  Ab Sonntag fahren die Bahnen der Straßenbahn-Linie 308 wieder bis Hattingen Mitte. Dann geht es also auch wieder über die Ruhrtalbrücke. Genau hier läge die Ursache für die Schäden an den Bahnen, meint ein WAZ-Leser, der nicht mit Namen genannt werden möchte. Die Züge seien mit zu hoher Geschwindigkeit über die Ruhr gefahren. Dies hätte die Schäden an den Rädern des Fahrzeugtyps NF6D hervorgebracht, so der Leser.

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen widerspricht: „Die Gleisgeometrie der Ruhrtalbrücke ist für eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Unsere Bahnen sind betrieblich auf Tempo 50 festgelegt“, sagt Christoph Kollmann, Pressesprecher der Bogestra. Die Analyse des Lesers greife demnach zu kurz und werde der Komplexität des Problems nicht gerecht. Hinzu komme, dass die Straßenbahnen des Typs NF6D nicht nur auf der Strecke der Linie 308 eingesetzt werden, so Kollmann.

Der Leser hat bei seinen Fahrten auf dieser Linie die Route über jene Brücke als heftig ruckelnd wahrgenommen. Er habe Angst gehabt, erklärt er und vermutet, dass der Fahrer davon nichts spüre, und dass dadurch die vermeintliche Problemlage bei der Bogestra nicht bekannt sein könne. Dem entgegnet der Pressesprecher der Bogestra: „Sowohl unsere Bahnen, als auch die Strecken werden betrachtet und geprüft“. Christoph Kollmann betont, dass alles getan werde, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Täglich überprüft

Die Bahnen des Typs NF6D werden täglich überprüft. Die Messungen haben allerdings keinen Befund zu Tage gebracht. Wie die Bogestra in einer Erklärung auf der Internetseite mitteilt, wurde das Messverfahren von der Technischen Aufsichtsbehörde vor Ort geprüft. Diese habe das Vorgehen noch einmal bestätigt.

Ab Sonntag wird die Strecke bis Hattingen Mitte wieder angefahren, allerdings mit Vario-Bahnen, die von den Problemen mit dem Achsenriss nicht betroffen seien. Der Typ NF6D fahre dann nur noch samstags.