Leinpfad wird in dieser Woche wieder geöffnet

Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Provisorium schützt vor herabfallendem Geröll. Finanzierung für endgültige Lösung gesucht.

Hattingen..  „Schon sehr bald“ könnte die Sperrung des Radwegs an der Ruhr in Höhe von Winz-Baak aufgehoben werden. „Am Mittwoch, spätestens Donnerstag wollen wir fertig sein“, sagt Fachbereichsleiterin Solveig Holste. Mit fertig meint sie einen provisorischen Schutz vor Steinschlägen, der jetzt angebracht werden soll.

Der Verwaltungsvorstand hatte sich für die kurzfristige Lösung ausgesprochen, nachdem der Ruhrtalradweg bereits seit Wochen gesperrt ist. Solveig Holste: „Wir werden jetzt sofort Stahlschutzwände, wie sie bei Autobahnbaustellen Verwendung finden, aufstellen.“ Die Wand auf einer Länge von 35 Metern ist nur etwa 50 Zentimeter hoch. Sie soll aber vor herabrollendem Geröll schützen. Für die Zeit bis eine endgültige Lösung gefunden ist, wird die Stadt die Schutzvorrichtung mieten.

Einige Anwohner hatten sich beschwert, weil Spaziergänger die Sperrung umgehen wollten und dabei durch die Gärten marschierten. „Zum Teil wurden sogar Kinderwagen um die Absperrung herumgehoben“, weiß Holste. Dabei diene die Sperre der Sicherheit. Dennoch ist die Stadt bemüht, den Weg so schnell wie möglich zu öffnen.

Um den Hang langfristig zu sichern, muss noch vor dem Frost im nächsten Winter ein Drahtgeflecht gespannt werden – auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern. Noch steht ein geologisches Gutachten aus, das Aufschluss darüber gibt, wie tief das Netz verankert werden muss. Voraussichtlich wird es die Stadt aber etwa 120 000 Euro kosten. Geld, das nicht eingeplant ist, und an anderer Stelle eingespart werden müsste. Die Stadt sucht nun nach Finanzierungsmöglichkeiten.