Das aktuelle Wetter Hattingen 18°C
Schlagzeilen 2011

Kurbad und Fußballfusion

30.12.2010 | 16:50 Uhr
Kurbad und Fußballfusion
Spielen Henrik Hildebrand und Alexander Wehefritz bald gemeinsam statt gegeneinander wie hier bei der Stadtmeisterschaftsbegegnung 2010 zwischen den Sportfreunden Niederwenigern und dem TuS Hattingen? Leser Klaus Wagner träumt vom 1.FC Hattingen. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool

Hattingen. Leserinnen und Leser machen Vorschläge, welche Schlagzeilen sie 2011 gerne in der Zeitung sehen würden.

Um Heilquellen und Sozialarbeit, sportliche Erfolge und einen Blick ins Jenseits geht es bei den Vorschlägen unserer Leserinnen und Leser für Schlagzeilen 2011. Sie erinnern sich — die Redaktion hatte gefragt: Welche Überschrift würden Sie 2011 gerne in der Zeitung lesen?

„Kommt jetzt der 1. FC Hattingen? Mehrere Vereine nehmen Fusionsgespräche auf.“ Der fromme Fußball-Wunsch stammt von Klaus Wagner. Als ehemaliger Essener und Fan von Rot-Weiß bereits arg gebeutelt, bedauert es der Sportfan sehr, „dass im Gegensatz zum kleineren Sprock­hövel kein Hattinger Fußballverein überregionale Bedeutung hat“.

Freizeitsportlich kommt der Wunsch von Helga Kuska daher. Die langjährige Pressewartin des Radsportvereins Hattingen würde sich über diese Schlagzeile freuen: „25. Radtouristikfahrt ,Rund um Hattingen’ im Mai 2011.“

Bernd Loewe vom Verein „Hattingen solidarisch“ geht es um das Thema Armut. Er hofft auf die Schlagzeile „Solidarität gegen Armut“ und einen positiven Bericht über eine Trägerkonferenz zum Thema. Schließlich seien die Zahlen erschreckend. Jeder zwölfte Mensch im Ennepe-Ruhr-Kreis ist arm, kann ohne staatliche Unterstützung nicht leben. Was noch mehr zu denken gebe: 15,4 Prozent aller Kinder werden in Armut geboren. „Das Thema Armut gehört an die erste Stelle der Prioritätenliste der Sozialarbeit in Hattingen“, schreibt Loewe. Und hat die Anregung gegeben, alle Institutionen, Vereine und Gruppen, die mit Armut zu tun haben, an einen Tisch zu holen. Damit Ressourcen gebündelt, Strategien entwickelt und Überschneidungen vermieden werden können.

Ein persönlicher Verlust hat Alda Gabel zu ihrem Vorschlag veranlasst. „Blick ins Jenseits geglückt“ würde sie gerne in der Zeitung lesen. Vor drei Jahren hat ihre Mutter sie für immer verlassen. „Auch wenn Mutti 97 Jahre geworden ist, sie fehlt mir“, schreibt Alda Gabel. „Wie tröstlich wäre doch ein Blick ins Jenseits. Dann könnte ich meine liebe Mutti wiedersehen.“

Thomas Röthig wäre nicht Thomas Röthig, wenn er zu seiner Wunsch-Schlagzeile nicht gleich eine politisch-pralle Geschichte mitliefern würde. „Aus good old Hattingen wird Bad Hattingen“, wünscht sich der Sozialsponsor und ehemalige Bürgermeisterkandidat als Schlagzeile. Der Text: „Nach schwindenden Steuereinnahmen und Firmensitzverlegungen hat die Stadt Hattingen nun die Notbremse gezogen. Nachdem geologische Probebohrungen auf Heilquellen im Hügelland gestoßen sind, kam einigen Stadtverordneten die Idee, einen Antrag auf die Ernennung Hattingens zum Kurbad zu stellen. Seit Jahren schon ist Hattingen ein Medizinstandort ersten Ranges und die gesunde Hattinger ammoniakreiche Hügellandluft lockt jährlich zehntausende von Besuchern an. Nun endlich ist dem Antrag stattgegeben worden.

Die Verwaltung der Stadt Hattingen verlässt das alte wilhelminische Rathaus, das grade erst sein hundertjähriges Bestehen gefeiert hat, Richtung Hüttenstraße. Das Rathaus wird das neue Kurhaus in Kombination mit einem Klinikneubau auf dem Parkplatz am alten Mädchengymnasium. Der erste Beigeordnete Dr. Frank Burbulla, der mittlerweile auch der „Hattinger zu Guttenberg“ genannt wird, ist als neuer Kurdirektor vorgesehen. Nach langen Verhandlungen hat sich der neue Stadtkämmerer Georg Hartmann mit seiner Forderung durchgesetzt, aus der Schulenburg ein Spielkasino zu machen. Frau Dr. Goch hat das Amt der Bürgermeisterin aufgegeben und erfolgreich eine Ausbildung zum weiblichen Croupier abgeschlossen. Sie sagt: „Dieser Job gefällt mir, denn Geben ist seliger denn Nehmen.“. Neue Bürgermeisterin wird die smarte Kurdirektors-Gattin Frau Jasmin Michel-Burbulla, denn Sie sagt: „Mir tanzt keiner auf der Nase herum!“.“

Ulrich Laibacher

Facebook
 
Kommentare
31.12.2010
16:47
Blockierter Kommentar.
von Stadtbegleiter | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4114434/create

Aktuelle Fotos und Videos
Integrationsfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Taufstein als ökumenisches Verbindungsglied
Bildgalerie
Kirche
Pfingstkirmes
Bildgalerie
Rummel
Aus dem Ressort
VHS im Zweckverband ist vom Tisch
Volkshochschule
Hattinger Beitritt abgelehnt. Einrichtungen sind zu unterschiedlich. Kooperationen angestrebt.
Quartett unterstützt Bildungsarbeit
Förderverein
Vorstand des VHS-Fördervereins setzt auf Ideen und Projekte.