Kulturaustausch bei Musik und Spiel

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Türkisch-Islamische Ditib-Gemeinde lud am Wochenende zum 11. Integrations- und Kulturfest ein, um geselliges Miteinander zu fördern.

Hattingen..  Auf dem Moschee-Festplatz der Ditib-Gemeinde herrscht buntes Treiben. Türkische Live-Musik, kulinarische Spezialitäten und Spiele für Kinder locken jeweils 500 Besucher zum zweitägigen Integrations- und Kulturfest. Zum ersten Mal gab es auf Wunsch der Besucher ein festgelegtes kreatives Programm, das der Sekretär der Türkisch-Islamischen Gemeinde ausgearbeitet hat. „Ziel unseres Festes ist, dass Menschen verschiedener Kulturen sich kennenlernen und respektieren“, erklärte Özcan Balik.

Seit elf Jahren lädt die Gemeinde zu Pfingsten Menschen anderer Nationalitäten, Religionen oder Kulturen zum Austausch ein. Drei Wochen lang haben rund 30 ehrenamtliche Helfer das Fest geplant und organisiert. Offen stellte sich die Türkisch-Islamische Gemeinde den Besuchern vor. Merve (17) und Naime (16) verkauften an einem Stand Bücher über den Islam sowie traditionellen Schmuck oder Kopftücher. „Wir haben viele neue Gesichter gesehen und finden es toll, dass sich die Menschen für unsere Kultur interessieren und viele Fragen stellen“, sagten die Mädchen. An einem weiteren Stand erklärte Tugce (16) Henna-Tattoos: „Man kann sich aus Vorlagen ein Motiv aussuchen, das mit schwarzer Farbe auf die Hand gemalt wird und eine Woche lang hält.“

Zu den Besuchern des Festes zählten nicht nur Mitglieder der 250-köpfigen Gemeinde wie Ergün Kemen (40), der mit der Familie gekommen war, um Kontakte aufzufrischen und mit Bekannten zusammenzusitzen. „Ich finde es sehr gut, dass das Angebot immer größer wird und jedes Jahr weitere Zelte aufgebaut werden, um mehr Menschen Platz zu bieten“, so das Gemeindemitglied. Das Fest wurde auch von Nicht-Muslimen besucht. Türkische Arbeitskollegen und Freunde luden Katharina Kup (29) ein. Sie lobt die Offenheit der Gemeinde und wünscht sich solche Feste öfter auch in anderen Religionsgemeinschaften. Die Einnahmen gehen an die Gemeinde, die für einen Anbau zur Vergrößerung der Moschee spart.