Kosterstraße wird nicht vor Frühjahr 2016 fertig

Der Um- und Ausbau der Kosterstraße verzögert sich erneut.
Der Um- und Ausbau der Kosterstraße verzögert sich erneut.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ausbau verzögert sich ein weiteres Mal, weil zwei Bauunternehmen Insolvenz angemeldet haben

Hattingen..  Schlechte Nachrichten für Verkehrsteilnehmer zwischen Hattingen und Bochum: Die Fertigstellung der Kosterstraße verzögert sich einmal mehr. Auch das zuletzt anvisierte Bauende im Herbst 2015 kann Straßen NRW nicht halten. Jetzt ist vom Frühjahr 2016 die Rede. Grund: Zwei an der Bauausführung beteiligte Unternehmen sind in die Insolvenz gegangen. Nun müssen andere Firmen gefunden werden.

Damit wird der Umbau einer der zentralen Anbindungen Hattingens an den Bochumer Autobahnring zur Hängepartie. Eigentlich sollten die Arbeiten schon Ende des Jahres 2013 erledigt sein.

Neben den Pendlern trifft die neuerliche Verschiebung der Fertigstellung in besonderer Weise Hattinger Speditionen und andere Betriebe mit Schwerlastverkehr. Sie müssen wegen der Sperrung für Fahrzeuge mit mehr als zwölf Tonnen Gesamtgewicht erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Im November 2014 hatten sich Betriebe wie die Spedition Kerkemeier oder Air Products massiv über die Bauverzögerungen beschwert (wir berichteten). Kerkemeier-Geschäftsführer Friedrich Kost hatte den finanziellen Verlust für sein Unternehmen im sechsstelligen Bereich beziffert – Mehrkosten für zusätzliche Mautgebühren und Diesel noch nicht eingerechnet.

Am Ende hatte auch die eindringliche Bitte der Industrie- und Handelskammer, die Sperrung für den Lkw-Verkehr aufzuheben oder zumindest punktuell zu begrenzen, nichts genutzt. Die Gewichtsbeschränkung resultiere aus Forderungen der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Bochum und solle Radfahrer und Fußgänger schützen, hieß es damals.