Konzepte für Verkehr auf kurzen Wegen

„Seit über 20 Jahren wird in Niedersprockhövel der Traum von einer Umgehungsstraße geträumt“, erklärt Britta Altenhein, Verkehrspolitische Sprecherin Bündnis/Die Grünen, als Reaktion auf die Berichterstattung über die Mitgliederversammlung der WIS. Die Rahmendaten hätten eine Verwirklichung zunehmend unwahrscheinlich werden lassen: „Im Land sind Mittel für Straßenneubau auf Jahre für bereits verabredete Maßnahmen verplant. Verkehrszählungen haben verdeutlicht, dass der Schwerverkehr auf der Hauptstraße nur eine untergeordnete Rolle spielt (unter fünf Prozent) und die Belastung im Zentrum zu einem großen Teil durch Ziel- und Quellverkehr verursacht wird. Gerade dieser Verkehr auf kurzen Wegen bietet aber Chancen, mit anderen Konzepten wie Stärkung der Nahmobilität, Shared-Space à la Bohmte Verbesserungen zu erreichen.“

Tempo 30 sollte Regelgeschwindigkeit werden, Ausnahmen sollten begründet werden müssen wie heute die Einführung von Tempo-30-Zonen. Bedingungen fürs Gehen, Radeln und die Nutzung des ÖPNV würden attraktiver, Umsteigen erleichtert, Straßen zum sicheren Bewegungsraum. Umgestaltungsmaßnahmen könnten Aufenthaltsqualität verbessern, ein Modellprojekt die Entwicklung unterstützen.