Konsens zum Ruhr-Umbau erreicht

Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Beim runden Tisch stellte die Bezirksregierung Düsseldorf am Dienstag die überarbeitete Planung vor. Genehmigungsverfahren soll im Herbst starten.

Hattingen..  Die Ruhr war erneut Thema bei einem runden Tisch am Dienstag in Hattingen. Dort stellte die Bezirksregierung Düsseldorf gemeinsam mit dem zuständigen Planungsbüro die veränderten Vorschläge zum Umbau des Ruhrbogens vor. Mit am Tisch saßen nicht nur Vertreter der Behörden aus Arnsberg, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt, sondern auch Fischereiverbände, Naturschutzverbände und der Initiativ-Kreis zum Erhalt des Ruhrbogens. „Wir haben einen breiten Konsens erreicht“, freute sich danach William Wolfgramm von der Bezirksregierung.

Die Bezirksregierung Düsseldorf war von der Gegenwehr der Hattinger gegen eine Umgestaltung des Ruhrbogens überrascht worden. „Wir wussten nicht was für einen hohen emotionalen Wert die Buhnen haben“, erklärt Wolfgramm. Dem soll aber in der neuen Planung Rechnung getragen werden. Entgegen der Empfindung vieler, so betont er, habe man dich Öffentlichkeit früh einbeziehen wollen, statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Es haben mehrere Gespräche stattgefunden, in den die Positionen der Beteiligten dargelegt wurden. Nun hat man sich auf eine Zwischenlösung geeinigt. Die besagt, dass die Buhnen zwischen Dahlhauser Mühle und Hattinger Wehr zu einem Drittel erhalten bleiben. Ein weiteres Drittel der Bauwerke aus der Zeit der Schiffbarmachung der Ruhr soll hinterfahren werden. So zum Beispiel direkt am Ruhrbogen. Dort wird künftig das Gewässer auch hinter den Buhnen entlangfließen. Schotter kann sich in diesem Abschnitt an den Buhnen ablagern. So solle der grundsätzliche Charakter des Landschaftsbildes, der den Hattingern so wichtig ist, erhalten bleiben, erklärt William Wolfgramm.

Das letzte Drittel der Buhnen soll dann aber doch weichen. Berücksichtigt wird bei dieser Planung auch die „konkurrierende Nutzung“ der Ruhr als Freizeitraum auf der einen und Naturschutzgebiet auf der anderen Seite. Belange des Denkmalschutzes würden ohnehin immer berücksichtigt, so der Bezirksregierungssprecher. Zur Erinnerung: Der Initiativ-Kreis hatte beantragt, den Ruhrbogen mitsamt Buhnen unter Schutz zu stellen. Eine Entscheidung hierzu gibt es von der zuständigen Behörde noch nicht.

Auch ein genauerer Termin für einen möglichen Beginn der Bauarbeiten steht nicht fest. Nur soviel: „Bis zum Herbst wollen wir genehmigungsfähige Unterlagen vorlegen können“, sagt Wolfgramm. Das Genehmigungsverfahren, in dem erneut Platz für Einwände sein wird, ist dann Sache der Bezirksregierung Arnsberg.