Kommune will für soziales Klima sorgen
18.01.2012 | 18:06 Uhr 2012-01-18T18:06:00+0100
Hattingen. Damit Menschen Hilfe annehmen können
„Die Notlage in den Familien ist breiter geworden“, weiß auch Juliane Lubisch von der Erziehungshilfe, „die Familie kleiner“. War die Maschine kaputt, brachte man die Wäsche zur Oma. „Es wird schwieriger anzudocken.“
Zum Andocken empfehlen sich die Fachbereiche der Stadt, die sich Jugend, Familien, ihre Förderung und Soziales und Wohnen auf die Fahnen geschrieben haben. Aus ihrer täglichen Arbeit wissen sie, dass Armut oft kein Lebensabschnitt, sondern ein Dauerzustand ist. Sie wollen das soziale Klima beeinflussen, sensibel für Armut auf vielen Ebenen machen, Schnittstellen und Kooperationen der Hilfe bilden. Bewusst ist nicht nur Dezernentin Beate Schiffer, sondern auch Erika Beverungen-Gojdka (Soziales und Wohnen), Norbert Dikomey (Jugendförderung), Erich Fritz (Abteilungsleiter für den Fachbereich Jugend) und Juliane Lubisch (Erziehungshilfe), dass Armut Querschnittsthema und -aufgabe ist, für einen allein nicht zu leisten.
Wer arm ist, sei nicht faul. Die Kommune müsse für ein soziales Klima sorgen, in dem Menschen sich nicht scheuen, Hilfe anzunehmen. Die Armutskonferenz soll nach neuen Denkansätzen suchen. Wobei Freiwilligenagentur und Ehrenamt aus Sicht der Stadt besondere Bedeutung haben. Deshalb sollen bei der Konferenz Ende des Monats auch gelungene Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden.
Alte Menschen, solche mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Kinder sind besonders von Armut betroffen. „Arm zu sein bedeutet mehr als vieles nicht zu haben“, macht die Jugend- und Sozialdezernentin deutlich: ein höheres Gesundheitsrisiko, soziale Isolierung und kaum Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
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