Klaus Töpfer beim Dorfgespräch in Niederwenigern

Prof. Klaus Töpfer ist einer der Referenten bei den Ökumenischen Dorfgesprächen in Niederwenigern.
Prof. Klaus Töpfer ist einer der Referenten bei den Ökumenischen Dorfgesprächen in Niederwenigern.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der ehemalige Minister und Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen spricht über Flüchtlingsströme. Auch Fugengottesdienste werden fortgesetzt.

Hattingen..  Den ehemaligen Minister Klaus Töpfer erwarten die Organisatoren der Ökumenischen Dorfgespräche Niederwenigern im zweiten Halbjahr als Referenten: Das kündigen sie auf dem Flyer mit den bereits feststehenden Terminen an. „Das genaue Thema steht noch nicht fest, aber es wird um Flüchtlingsströme gehen, um Aus- und Zuwanderer. Ein hochaktuelles Thema“, so Peter Neysters, Begründer der Ökumenischen Dorfgespräche und Mitglied der Katholischen Kirchengemeinde.

Professor Klaus Töpfer ist Gründungsdirektor und derzeitiger Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam. Er war außerdem Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi und Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen. Töpfer erhielt unter anderem 1986 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2008 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sein Lebenswerk auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit.

Papstberater spricht über die Bibel

Freudig erwartet wird im zweiten Halbjahr auch, was der Bochumer Theologe Prof. Thomas Söding, der unter anderem Mitglied der „Internationalen Theologischen Kommission“ und somit Papstberater ist, über die Bedeutung der Bibel heute berichtet. Und was Pastor Holger Nollmann, der sechs Jahre lang die Evangelische Kirchengemeinde in Istanbul leitete und aktuell in Bochum ein Begegnungszentrum für Menschen verschiedener Religionen aufbaut, über das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Religionen erzählt.

Die Pastoren Mirco Quint und Ludwig Nelles freuen sich, dass die Ökumenischen Dorfgespräche so hochkarätig besetzt sind. Und verweisen darauf, dass die Fugenpredigten jetzt den Titel Fugen-Gottesdienste tragen und um Konzerte erweitert wurden. Die 80 000-Euro-Spendenmarke für den Dom ist geknackt, freut sich Quint. Die Fugen-Gottesdienste sollen auch in 2016 weitergehen, denn „die Bauarbeiten dauern in dem Jahr noch an, dann läuft auch die Veranstaltung weiter“. Die Reihe wird ökumenischer: Der evangelische Pfarrer Ludwig Nelles wird am Reformationstag sprechen.

Waren es in 2014 die „großen Namen des Bistums, so sind es jetzt die guten Redner eine Ebene in der Hierarchie darunter“, die sprechen, berichtet Quint. Gereon Alter ist bekannt aus dem Wort zum Sonntag, Dietmar Schmidt, Stadtdechant von Bochum und Wattenscheid, aus dem Fernsehgottesdienst. Der neue Weihbischof Wilhelm Zimmermann ist dabei, ebenso Abt Albert Dölken aus Duisburg, der bischöfliche Rechte inne hat.