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Kicker wanderten zu Spielen

08.02.2012 | 18:31 Uhr
Kicker wanderten zu Spielen
Der Turnverein Hasslinghausen bereitet sich auf die Feier zum 150-jährigen Bestehen vor. Geschäftsführerin Ursel von der Weiden und der Vorsitzende Klaus Flügel planen die Aktivitäten.

Sprockhövel.   Seit 150 Jahren wird geschwitzt und gerackert. Für die gute Figur, die Gesundheit, für die Fitness oder einfach nur so zum Spaß. Denn 2012 ist das Jubiläumsjahr des TV Hasslinghausen.

Seit 150 Jahren wird geschwitzt und gerackert. Für die gute Figur, die Gesundheit, für die Fitness oder einfach nur so zum Spaß. Denn 2012 ist das Jubiläumsjahr des TV Hasslinghausen.

„Vermutlich sind wir damit der älteste Verein in Sprockhövel“, sagt Klaus Flügel, Vereinsvorsitzender. Die Herzkamper Schützen standen da zwar mal in Konkurrenz. „Doch der erste, um 1840 gegründete Schützenverein ging wohl pleite und gründete sich erst 1880 neu.“ Und da turnten die Mitglieder des TV bereits seit 18 Jahren munter auf der Matte.

„Wenn wir nicht sogar der älteste Verein im ganzen Kreis sind“, vermutete Flügel. Viele Veranstaltungen, die der Turnverein für dieses Jahr geplant hat, stehen unter dem Stern des Jubiläums.

Die Jahreshauptversammlung am 1. März bekommt einen Sektempfang vorn an gestellt und wenige Tage später, am 4. März, gibt es eine Ausstellung in der Geschäftsstelle der Provinzial an der Mittelstraße 32 c. Einiges, was dort ausgestellt wird, ziert zurzeit noch die Wände des TV-Heims in der Haßlinghauser Sporthalle. Die Wände hängen voll mit alten Schärpen, schwarz-weiß Bildern und Siegerkränzen, ganze Vitrinen sind mit Pokalen gefüllt. Bis zur eigentlichen Jubiläumsfeier ist aber noch einiges hin. Der Jubiläumsempfang findet am 21. Oktober statt. Schon bald soll dafür eine Festschrift erscheinen, voraussichtlich Ende des Monats.

Für deren Zusammenstellung haben sich Klaus und Ehefrau Ursula Flügel bei Ludger Haverkamp vom Heimatverein haufenweise alte Artikel und Schriften ausgeliehen. „Nächtelang haben wir Zeitung gelesen“, erzählt der Chef lachend. So ist er, was die Geschichte seines Vereins angeht, gut im Bilde. Da habe es mal einen Pfeif- und Trommlerchor gegeben, der eng mit der Fußballabteilung des Vereins – die schon lange nicht mehr besteht – in Verbindung stand. „Die Spieler trafen sich vor den Spielen früh morgens und sind dann, begleitet vom Chor, zu den Spielen gewandert.“ Eine Wanderung, die sich oft hinzog und bis runter zum Vogelsang in Gevelsberg führen konnte. „Das sind doch bestimmt drei Stunden Fußweg gewesen, da ist man als Spieler doch fertig“, überlegte Flügel.

„Oder sie haben die Gelegenheit genutzt, sich schon einmal warm zu machen.“ Eine weitere Besonderheit des Vereins: Er ist Träger einer Spielgruppe in Hobeuken. „Ich kenne keinen Verein, der bisher einen Schritt in diese Richtung unternommen hat“, sagte Flügel. Doch Verein und Vereinsleben haben durch diesen Schritt dazu gewonnen. „Knapp die Hälfte der Mitglieder ist unter 18 Jahre alt.“ Knapp die Hälfte sind sind Jugendliche und Kinder. Um die 800 Mitglieder hat der Verein und an die 1000, wenn noch die Kursangebote hinzugenommen werden. Doch hier ist nicht zwingend eine Mitgliedschaft erforderlich.

Bastian Haumann

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