Kick plant Trödelmarkt und Fest

Mitarbeiterrunde des Seniorentreff Kick am Montagmorgen.
Mitarbeiterrunde des Seniorentreff Kick am Montagmorgen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Auch Modenschau mit Nacht- und Unterwäsche steht auf dem Programm. 28 Prozent Laufkundschaft am Standort Augustastraße und über 6000 Besucher.

Hattingen..  „Wir haben 28 Prozent Laufkundschaft“, hat Inge Berger für die Kick-Bilanz 2014 ausgerechnet. Ein Wert, der nicht nur für den Rück-, sondern auch für den Ausblick wichtig ist. „Die laufen nicht zum Holschentor“, ergänzt die Hattingerin. Sie kann sich auch nicht vorstellen, dass im Bürgerzentrum ein Raum für 40 Menschen zur Verfügung steht. An der Einstellung der Kick-Beteiligten zu einem Umzug dorthin hat sich nichts geändert.

In den Räumen an der Augustastraße, die die Ehrenamtlichen von Kick auch wegen der engen Verbindung zur Kirchengemeinde nicht verlassen möchten, blicken sie zurück aufs abgelaufene Jahr und schmieden Pläne für die nächsten Monate. So ist nicht nur ein Frühlingsfest geplant. Gefeilt wird noch daran, ob die eigene Situation im 15. Jahr des Bestehens von Kick oder das Thema Integration das Motto bestimmen soll. Auch der Trödelmarkt, der wegen zahlreicher Baustellen in der Fußgängerzone ausgefallen war, soll wieder aufleben – diesmal am Steinhagen. Und geplant ist eine Modenschau mit Nacht- und Unterwäsche und Models aus dem Kick.

6028 Besucher zählten die Hattinger im Unruhestand im vorigen Jahr in ihrem Treffpunkt an der Augustastraße. Die Zahl ist nur geringfügig niedriger als in den beiden Jahren zuvor. Mehr als die Hälfte besuchten mit 3611 Gästen die unterschiedlichen Veranstaltungen. Sehr beliebt sind Stricken und Spiele. Für diesen Zeitvertreib erwärmten sich 1113 Besucher. „Konstant hoch“ sei die Zahl der Besucher mit 28 Prozent, wenn gar keine Veranstaltungen laufen. Interessenten schauen einfach vorbei und informieren sich im zentralen Treffpunkt über das Angebot. Am Vormittag gab es an der Augustastraße generell mehr Resonanz mit 1492 Besuchern als am Nachmittag, wo es nur 925 waren.

Besonderen Zulauf hatten Veranstaltungen von Gerd Wojahn, der dreimal die Historie Hattingens aufarbeitete. Auch das Thema Altwerden, Arthrose, Krankenhauskeime, die Lesung von Hellmut Lemmer, Flüchtlinge im Vortrag von Archivar Thomas Weiß oder der Ruhrbogen fanden ein interessiertes Publikum. Besondere Aktionen: „Sicher unterwegs“, die Einweihung der Waldhütte und die Wunschzettel-Aktion in der Stadtbibliothek.

Enttäuscht waren die Kick-Aktiven von der geringen Resonanz auf die Fahrradbörse am Steinhagen, die wieder im Kick stattfinden soll, und von wenig Interesse am Thema Gewalt und muslimische Frauen. Größere Aktionen mit der Förderschule St. Georg haben überhaupt nicht stattgefunden, Werbeaktionen für jüngere Besucher auch nicht. Manches fiel der unsicheren Zukunft zum Opfer.