Keine Panik-Stornierungen nach Flugzeug-Absturz

Der Flugzeugabsturz in den französischen Alpen ist auch in Hattingen überall Gesprächsthema, hat sich in den hiesigen Reisebüros bislang jedoch nicht bemerkbar gemacht. So konnte bis gestern Nachmittag keiner der befragten Reisevermittler von einer Stornierung berichten. „Ein relativ normaler Tag ohne eine einzige Stornierung. Groß war allerdings der allgemeine Redebedarf“, berichtet Kim Kuhlmann, Geschäftsführerin des Reisebüros „Fernweh“ in Welper und ergänzt, dass die Kunden in der Regel sehr gut aufgeklärt seien und die Gefahr eines Flugunfalls gut einschätzen könnten. So würden auch Kunden, die in den nächsten Tagen mit Lufthansa fliegen, ihre Reise wie geplant antreten. Ferner habe sich ein Kunde, der im Mai nach Mallorca fliegt, zwecks besserer Abflugzeiten gestern spontan für einen Germanwings-Flug und gegen diverse Mitbewerber entschieden, verrät die Reisekauffrau. Mike Nattermann, Inhaber vom City-Reisebüro, rechnet auch in den nächsten Tagen nicht mehr mit einer Stornierungswelle: „Das war früher mal anders. Da hat ein Flugzeugabsturz deutlich größere Sorgen ausgelöst als heute“, weiß Nattermann und ergänzt, dass viele sicherlich ein unwohles Gefühl hätten, aber deshalb nicht umbuchen würden. Auch Nattermann selbst würde eine Reise nach Barcelona in der nächsten Woche mit einem „leichten Grummeln“ antreten. Wenn wider Erwarten doch jemand ereignisbedingt umbuchen wolle, seien die Veranstalter in den meisten Fällen kulant, weiß Roland Lange, Mitarbeiter des Reisebüros Monetha. „Es ist wichtig, mögliche Bedenken der Leute ernst zu nehmen und darüber zu sprechen“, erklärt Lange.