Kein normaler Schultag an der Realschule Grünstraße

Besorgte Eltern und Passanten werden vor der Schule von einem Fernseh-Team befragt.Foto: Walter Fischer
Besorgte Eltern und Passanten werden vor der Schule von einem Fernseh-Team befragt.Foto: Walter Fischer
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Was wir bereits wissen
Nur wenige Schüler waren am Montag auf dem Pausenhof zu sehen. Fernseh-Teams interviewten Passanten.

Hattingen..  Die Stimmung unter den Schülern der Realschule an der Grünstraße ist gespalten. Einige wenige Schüler toben auf dem Spielplatz herum. Viele verbringen aber ihre Mittagspause lieber im Schulgebäude. Die Nachricht von der Attacke auf eine Mitschülerin auf dem Schulhof hat sich in kürzester Zeit verbreitet.

Als in der ersten Unterrichtsstunde die Lehrer das Gespräch mit den Schülern suchten, war einiges über die Tat schon über soziale Netzwerke verbreitet worden. Gesicherte Informationen der Polizei hat Schulleiter Jürgen Ernst an die Lehrerschaft weitergegeben – damit sie auf Fragen der Schüler vorbereitet sind.

Auf dem Schulhof sind kaum Schüler zu sehen. Die meisten sitzen im Klassenzimmer, einige schauen aus dem Fenster. Sie sehen, dass die Kamerateams der Fernsehsender zum Filmen angerückt sind. Auch eine Lehrerin schaut mit starrem Blick auf das Geschehen im Umfeld.

Im umliegenden Wohnviertel hat sich das Ereignis herumgesprochen. Die Gewerbetreibenden haben auch Schüler unter ihren Kunden. Die Mitarbeiter im Kiosk an der Ecke möchten sich nicht äußern. Eine unfassbare Tat, findet eine Mitarbeiterin im Getränkemarkt einen Straßenzug von der Schule entfernt. Man könne sich nicht vorstellen, was einen Jungen dazu getrieben hat. Stimmen sind zu hören, die sagen, der mutmaßliche Täter sei ein Außenseiter.

Nach Schulschluss stehen die Autos bereits vor dem Haupteingang der Realschule. Besorgte Eltern holen ihre Kinder ab. Einige haben Redebedarf und tauschen sich untereinander aus, andere fahren direkt los.