Kasperletheater - Besser als Fernsehen
25.01.2012 | 17:30 Uhr 2012-01-25T17:30:00+0100
Hattingen. Das Hohnsteiner Kasperletheater gastierte im Pastor-Schoppmeier-Haus – die kleinen Zuschauer ließen sich begeistern.
Tri-tra-trullalla – der Kasper, der ist wieder da! Klarer Fall, dass die Kinder, die sich auf ihre Stühle gehockt haben um besser sehen zu können, hellwach und aufmerksam sind. Im Pastor-Schoppmeier- Haus werden beim Hohnsteiner Kasperletheater wieder skandalöse Fälle mit Hilfe von Wachtmeister Dimpfelmoser aufgeklärt. Auch Kaspers Freund Seppel und die Großmutter durften nicht fehlen.
Zappelig sind die kleinen Zuschauer, bevor es endlich heißt: „Seid ihr denn auch alle da?“ – was mit einem kräftigen „Ja!“ beantwortet wird.
„Ich habe im Kindergarten erfahren, dass der Kasper kommt und wollte unbedingt da hin“, sagt der fünfjährige Fabio. „Mit meiner Oma war ich auch schon mal im Theater und fand es superspannend.“ Auch die siebenjährige Madelaine ist ganz aufgeregt. „Ich mag das Kasperletheater gerne, das ist besser als Fernsehen“, erzählt sie. „Es spielen echte Menschen mit und die Figuren antworten uns, wenn wir ihnen etwas zurufen.“
Neben der „Berieselung im Fernsehen“ setzt das Puppentheater auf Tradition und den Anspruch guter und moralischer Kinderunterhaltung. „Viele Kinder sitzen mittlerweile einfach zu lange vor der Flimmerkiste. Wir wollen gute, alte Kinderunterhaltung zeigen“, so Stefan Tränkler, der allen Figuren seine Stimme verliehen hat.
Er gibt sich Mühe, jede Puppe mit einer anderen, individuellen Stimme sprechen zu lassen. Wer sich schaudernd an Stücke erinnert, bei denen Kasper das böse Krokodil mit seinem Knüppel verprügelte, kann beruhigt sein: „Ein Krokodil gibt es bei uns nicht, Kasper ist nämlich Pazifist und sucht zusammen mit den Kindern nach einer vernünftigen Lösung“, erklärt Tränkler.
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