Karneval über die Stadtgrenze hinaus

Der Aktivenkreis Holthauser Rosenmontagszug war am Montag zu Besuch in der Reha-Klinik Holthausen – nur ein Termin von vielen.Foto:Volker Speckenwirth
Der Aktivenkreis Holthauser Rosenmontagszug war am Montag zu Besuch in der Reha-Klinik Holthausen – nur ein Termin von vielen.Foto:Volker Speckenwirth
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Was wir bereits wissen
Aktivenkreis Holthauser Rosenmontagszug erhält erstmals auch Anfragen aus Nachbarstädten. Soziales Engagement ist ebenso wichtig wie der Spaß.

Hattingen..  In gut zwei Wochen ist schon alles vorbei. Bis dahin haben die Karnevalisten des Aktivenkreises Holthauser Rosenmontagszug aber alle Hände voll zu tun und jagen von Termin zu Termin. Und das erstmals nicht nur in der eigenen Stadt.

„Jetzt ist fast jeden Tag etwas“, sagt Thomas Kohl, Geschäftsführer des Aktivenkreises. So wie am gestrigen Montag, als die Karnevalisten die Reha-Klinik Holthausen besuchten. Für die Patienten warfen die Tanzmariechen die Beine in die Luft und auch das Kinderprinzenpaar tanzte mit. Und einen Orden hatten die Narren ebenfalls mitgebracht. „Wir wollen den Leuten einen schönen Nachmittag machen“, erklärte Thomas Kohl.

Ebenso, wie sie es bereits in vielen anderen Einrichtungen gemacht haben – seit Jahren in Kooperation mit der Lebenshilfe, im Emmy-Kruppke-Zentrum und in diesem Jahr erstmalig auch in einer Förderschule für geistige Entwicklung in Velbert, in der Karnevalsprinzessin Svenja I. sonst Zumba-Kurse veranstaltet. Auch nach Wuppertal war das Prinzenpaar für zwei Veranstaltungen in ein Altenheim eingeladen worden. „Das ist außergewöhnlich, dass wir Einladungen aus anderen Städten bekommen. Das gab es bisher noch nie“, betont Kohl.

Soziales Gewissen

Doch im Mittelpunkt steht neben allem Spaß eben auch das Engagement. „Karneval ist nicht nur feiern, sondern auch ein soziales Gewissen“, erklärt der Karnevalist. Und das sei eine gehörige Portion Arbeit. Auch Prinzessin Svenja findet: „Es macht großen Spaß, aber ist viel zu tun“ – und die Hattinger begreifen es als eine Ehre, eingeladen zu werden.

Manchmal aber, sei es schwierig, alle Termine unter einen Hut zu bekommen. So konnte eine Anfrage, die den Aktivenkreis zuletzt aus seiner Heimatstadt erreichte, nicht mehr erfüllt werden. „Das hat uns sehr leid getan“, bedauert Kohl. Aber der Terminkalender ist voll.

Doch wo immer sie auftauchen, wollen Prinzessin Svenja und ihr Gefolge ein Lächeln schenken: „Das kann jeder spenden, es kostet nichts“, sagt die Lieblichkeit. Symbolisch werden dazu Goldstücke verteilt. 5000 Stück haben die Karnevalisten bestellt. Und viele davon wurden bereits verbreitet und mit einem breiten Lächeln bezahlt.

„Das habe ich vor einigen Jahren schon in der Tanzschule versucht“, erinnert sich die Prinzessin. Und schon da hätte die Wertschätzung per Goldstück gut funktioniert – „alle haben geguckt, dass sie am Ende eins haben“, lacht sie. Mehr Goldstücke und lächelnde Gesichter gibt es übrigens beim Rosenmontagszug am 16. Februar.